„Frisst dieser Automat mein Geld- zumindest klingt es so?“

Ich bin Euch noch die Geschichte um die weiteren Ereignisse mit unserer Bank HSBC schuldig. Als wir das letzte Mal die Geschichte verlassen haben, waren wir gerade glücklicher Besitzer eines über Telefon und Email eröffneten Bankkontos und konnten uns zum ersten Mal online anmelden. Jetzt geht die Geschichte weiter. Wir konferieren vor der Orientierungsreise mit unserer Relocation Betreuerin bezüglich Kaution für das Mietobjekt und ihre Aussage war: Bargeld! Bargeld öffnet Türen und wir sollen $5000 mitnehmen. Machen wir. Drüben fahren wir also herum und ich lasse noch mal anklingen, dass wir das Geld dabei hätten. Sie: Bargeld? Das müssen wir in einen Barscheck verwandeln. Bargeld geht mal gar nicht, denn da hätte ich ja keinen Beweis, dass ich dieses gezahlt hätte… (und ich dachte immer für so was gibt es Quittungen?). Wie kriegen wir also unser Geld in einen Barscheck gewechselt? Sie: Bei unserer Bank. Haha. Naja, wir finden immerhin heraus, dass keine 20 Minuten nördlich von uns eine Filiale ist. Wir fahren also hin und landen bei einer FILIALE. Großgeschrieben wohlgemerkt. So groß ist diese. Nicht etwas der Anteil mit dem Parteiverkehr, sondern offensichtlich handelt es sich um irgendeine Art von Zentrale. Wir fragen beim Pförtner an der Schranke nach, ob wir denn richtig seien, und tatsächlich meint er, ja er würde uns die Schranke öffnen und wir sollten uns beim Pförtner IM Gebäude melden. Gesagt getan; dieser ruft eine Angestellte aus und die lässt uns dann durchs Drehkreuz ins Innere des Heiligtums das von zwei Steinlöwen bewacht wird. Scheinbar gibt es hier wirklich so was wie eine Bank, denn die Dame ist nicht nur hilfsbereit, sondern auch kompetent. Aber sie redet schnell und viel, was vor allem bei Gabi irgendwann dazu führt, dass sie nur noch die Hälfte mitbekommt. Nachdem wir immerhin unsere Karten einen Tag vor Abflug bekommen haben – aber noch keine Geheimnummern – lässt sie diese über das Telefon „notrücksetzen“ und Tom geht mit ihr zum einzigen Geldautomaten. Hier schiebt man einfach bis zu 100 Scheine in ein Fach. Der Automat zählt diese und schreibt sie auf dem Konto gut. Nicht ohne vorher geschäftig zu rattern, knattern, knistern und knarren. Moderne Technik sei dank ist das Bündel Geldscheine danach merklich geschrumpft und der Betrag auf dem Konto gutgeschrieben.

Doch wie können wir Schecks ausschreiben? Das ist eine ganz andere Geschichte und wir sind jetzt der Dame aus der Personalabteilung in USA dankbar, dass sie gezwungen ist so sonderbare Regeln umzusetzen. Also auch diesen Teil der Geschichte von vorne: Tom will bei seiner neuen Stelle die neu erworbene Bankverbindung hinterlegen, so dass das Geld auf dem Konto gutgeschrieben wird und er dieses nicht als Scheck erhält (den er ja wieder zur Filiale fahren müsste). Doch dafür besteht sie auf einem „voided blank check“, also einem Scheck der ungültig gemacht wurde. Tom meint: Hat er nicht, reicht nicht auch ein Schreiben seiner Bank, das die Bankverbindung bestätigt. Nein, das reiche nicht. So ruft Tom noch 2 Tage vor Abflug bei seinem guten Engel bei der Bank an. Mit diesem beschließt er, dass die benötigten Checks zu unserem Hotel in den USA geschickt werden. Und das klappt auch wunderbar. Wir haben Donnerstagabend die Checks in Händen. So können wir nicht nur bei Toms Firma die Bankverbindung VIIIEL besser beweisen, als durch ein beglaubigtes Schreiben seiner Bank, sondern vor allem auch die benötigten Checks für das Anmieten des Häuschen ausstellen und Samstag früh aushändigen… alles just in time…

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Eine Antwort zu „Frisst dieser Automat mein Geld- zumindest klingt es so?“

  1. xklaus schreibt:

    Hmm,
    wenn ich da so an „Servicewüste“ von vorhin denke, dann wäre es wohl besser wenn Starbucks eine Bank aufmache würde. Viele Filialen und viele die sich um jemanden kümmern, nette Umgebung und der Kaffee wäre nicht mehr das wichtigste.

    xklaus

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