Nightlife in Chicago, Vol. 1

Toms Arbeitskollegin Bea ist die Freizeitplanerin vom Dienst. Letztes Mal mussten wir noch passen, doch dieses Mal waren wir an Bord und hatten eine Menge Spaß.

Wir sind am Samstag Nachmittag mit dem Zug nach Chicago gefahren und haben zwei Stunden lang Chinatown erkundet. Dabei haben wir festgestellt, dass Chinatown in San Francisco wirklich mit nichts zu vergleichen ist. Nicht mal mit China selbst 🙂 Doch auch das Chinatown in Chicago – seines Zeichens immerhin die größte im Mittleren Westen ist recht nett..

Jedenfalls unterhält es uns den Nachmittag über. Vor allem Gabis Pineapple-Coconut-Smoothie, wo sie wieder mal zu etwas, was sie nicht verstanden hat „Ja“ gesagt hat… Gabi: „Du sagst doch immer, man muss was ausprobieren…“ (sie schafft es garantiert in jeder erdenklichen Lage, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben :-)). Diesmal entpuppt sich das „Ja“ als schwarze Perlen im gekühlten Drink, die sie sich eingebrockt hat (im wahrsten Sinne des Wortes). Wir lernen von Wikipedia, dass es sich um Tapioca Perlen handelt. Geschmacksneutrale Stärkebällchen, die super schmecken sollen (Hallo? Gerade war noch von geschmacksneutral die Rede!) und gesund sein sollen… schleimig wie eine Auster mit der Konsistenz eines Gummibärchens. Wir brauchen es kein zweites Mal…

Wir treffen uns mit den Anderen beim Italiener (Gabi findet das jetzt lustig und kriegt kaum noch Luft vor Lachen… vielleicht verstehe ich den Witz später auch noch). Denn eigentlich treffen wir uns mitten in Chinatown natürlich beim Chinesen. Leckerer Dim Sum als Vorspeise und (Amis, die natürlich nicht „sharen“ wollen), bestellen wir die Weltmeister Gerichte, die wir nicht mal zur Hälfte aufessen… schaut Euch die Bilder an (danach kamen immer noch 6 Gerichte, die gar keinen Platz am Tisch mehr gefunden haben) – also irgendwie doch wieder sehr chinesisch. Auch, dass die Bedienungen obwohl sehr jung kaum Englisch gesprochen haben, hat uns zum Nachdenken darüber angeregt, wo die wohl zur Schule gehen. Jedenfalls wissen wir schon, wohin wir mit den Rückls gehen können, wenn sie uns besuchen und Heimweh bekommen sollten 🙂

Pappsatt entschließen wir uns endlich das Nachtleben von Chicago zu erkunden. Wir lassen uns dafür von Dave in die Partymeile von Chicago fahren, wo wir (heute ist wirklich ein angenehm warmer Abend mit ca. 18 Grad Celsius) viele kurzberockte Teenies auf wirklich hohen Highheels zur nächsten Party stolpern sehen. Stellt Euch einen Minirock vor, der eigentlich schon zu kurz ist, und schneidet im Geiste noch einmal 5 cm ab. Wenn ihr geistig die Pobacken vor Augen habt, die Eure Kreation nun entblößt, seid ihr geistig auf dem richtigen Weg. Bea schleppt uns in eine Pianobar (The Redhead), in der sich die Stimmung im besten Falle dahinschleppt. Der Pianist macht meist Pause und auch sonst gibt das dunkle Loch wenig her. Wir ziehen also eine Meile weiter in laut Bea eine viel wildere Dueling-Pianobar „Howl at the Moon„. Hier steppt der Bär. Altersdurchschnitt ist wohl bei ca. 22, auf der Bühne zwei Flügel, ein Schlagzeug, Gitarren, eine Fidel und 5 Musiker, die nicht nur die Instrumente durchwechseln, sondern auch das Publikum im Griff haben. Hier werden nur Musikwünsche erfüllt. Man schreibt einfach den Song auf einen Zettel, hängt eine möglichst hohe Dollarnote daran und legt sie auf das Piano. Die Künstler haben ein unglaubliches Repertoire, von Barbie Girl zu AC/DC und irischen Weisen. Doch alle haben eines gemeinsam. Jedes Lied rockt die Bude… Wir haben viel Spaß und Tom, der vorher schon hundemüde war, tanzt zum Schluss sogar mit Gabi!

Wir torkeln nachts um halb drei ins Bett und notieren uns die Location für Gäste, die uns besuchen… Schee woars.

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