Deutsche Gepflogenheiten

Wie lädt man seine Gruppenleiter zum Essen ein? Natürlich mit einer Doodle-Abfrage um erst mal die Verfügbarkeit von Kollegen und deren „significant others“ („erwähnenswerter Partner“) sicherzustellen. Dann muss natürlich noch eine RSVP (Einladung mit erbetener Antwort) her, damit die Kollegen zusagen können und am besten noch eine Start- und Rauswurf!-Zeit offiziell festgelegt wird. Schließlich ist es ja Mittwoch und wir wollen alle am nächsten Tag wieder pünktlich um 7 h im Büro sitzen.

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Nachdem diese Vorbereitung seitens Tom erledigt und Gabi den restlichen unbedeutenden Kleinkram erledigt hat (Einkäufe, Haus wienern, Antipasti und Tiramisu vorbereiten, Tisch adrett dekorieren) kann die Fete steigen. Wir verwöhnen unsere Gäste mit einem italienisch-schweizerischen 3-Gänge-Menü. Neu ist zumindest für Gabi, dass Amerikanern so eine Art von Essenseinladung eher fremd ist. Bei ihnen würde es mehr ein Buffet geben. Doch wir haben den Eindruck, dass sich die Kollegen trotzdem wohl gefühlt haben, und zugelangt haben sie auch. Toms Züricher Geschnetzeltes war aber auch super lecker und das Fleisch ist fast zerfallen! Irgendwie ist auch der Inhalt von 4 Flaschen Wein verschwunden – man hat das einzige deutsche Bier (Becks), das ich im Supermarkt finden konnte, komplett ignoriert.  Schön fand ich auch Steve, der zu mir sinngemäß meinte: Er ist wirklich kein Schleimer, doch dieses Tiramisu ist wohl eines der besten, das er jemals gegessen hat… 😉 Tom wird mittlerweile im Geschäft von ganz anderen Kolleginnen angesprochen, die gerne das Rezept für dieses atemberaubende Dessert haben möchten. Bin mir aber noch nicht sicher ob ich es rausrücken soll – wenn sie sehen, wie einfach ein Tiramisu selbst zuzubereiten ist, entzaubert das meinen Status ja wieder… 😉

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Eine Antwort zu Deutsche Gepflogenheiten

  1. xklaus schreibt:

    Na das lässt sich doch bestimmt was „aufpeppen“ 😉
    Man kann einfache Rezepte ja auch mit unnötigen Anweissungen dekorieren. Das ist nach meinem Wissenstand in USA ja auch nicht unbedingt unüblich. Und dem Status tut’s auch gut.

    Gruss
    xklaus

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