Dienstag 10.05.2011: Radfahren in Buffalo Grove

Plötzlich war es soweit. Am Montag, 09.05. war es noch kühl, so um die 12-15 Grad Celsius. Am nächsten Morgen habe ich frei und telefoniere mit meinen Eltern, die anmerken, dass ich ja langärmlig rumsitze, während es in Wilmerschdorf am Abend noch angenehm warm ist. Doch später am Vormittag fühle auch ich mich etwas unwohl in meinem Hoodie. Erst nach bewusstem Hinfühlen fiel mir auf: Neben einem unangenehmen Drücken in der Stirn – schwitze ich. Das ist außerhalb sportlicher Aktivitäten schon ewig nicht mehr passiert. Ich wage mich ins Freie und da ist er: Der Sommer. Es hat halt gleich mal über 30 Grad in der Sonne und die Luftfeuchtigkeit ist bei gefühlten 95 %. Doch wer denkt, Gabi lässt sich von ihren Plänen abbringen, der kennt sie nicht wirklch… 😉 Also steig ich – voll ausgerüstet mit Rucksack und Radhandschuhen – aufs Rad und fahre los. DVD/Bücher zur Bibliothek zurückbringen und zum nächsten größeren Supermarkt. In der Tasche einen Gutschein für den neuesten Starbucks-Frappuchino.

Ich war nicht naiv. Ich wusste, es gibt hier so gut wie keine Radwege. Doch dass selbst Gehsteige immer wieder einfach so enden – das hätte ich nicht gedacht. Doch ich nutze diese – Fußgänger gibt es ja eh kaum 😉 Auch fällt mir zum ersten Mal auf, dass hier die Ampelfolge so aussieht: Erst die Hauptverkehrsstraße, dann die Abbieger, DANN erst die Fußgänger/Radfahrer.
Und die jeweiligen Zeiten werden dementsprechend immer kürzer. Das heißt, selbst mit dem Rad war ich kaum über der Straße, als es schon wieder rot wurde. Während ich meine Ewigkeiten gewartet habe (das ist echt lästig hier) habe ich sinniert: Wenn ich mich nicht irre, ist in Deutschland doch für Abbieger und Unmotorisierte gleichzeitig grün und die Autos müssen warten bis die Fußgänger gelaufen sind, oder? Bitte kommentieren, falls ich falsch liege… Es ist strange hier! Man fühlt sich irgendwie ungewollt. Man muss sehr aufpassen, die Autos sind anscheinend nicht ganz so an die Radler gewöhnt und schauen weniger. Selbst die Kanadagans hat sich durch die Radklingel von mir nicht aus der Ruhe bringen lassen und ist in IHREM Tempo über den Gehweg gewatschelt. Und als ich den Fahrradabstellplatz für 5! Räder an der Bücherei gesehen habe, musste ich an den Ständer gegenüber vom Cine an der Nürnberger Stadtbibliothek denken (wo jetzt grad neu gebaut wird). Dort standen im Sommer doch meist so 50 Bikes oder gar mehr… Ach ja, und beim Supermarkt gab es erst keinen Abstellplatz. Hab ich mein Fahrrad halt adrett vor den Blumenkübeln platziert. Da kenn ich nix. Doch nach der Anstrengung in der prallen Sonne hat der Kokosfrappuchino gleich doppelt so gut gemundet!

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