Montag, 30.05.2011: Muddy? Yes, genau!

Gestern noch kalt, Starkregen und Weltuntergang, heute 32°C und strahlend blauer Himmel. Da muss erst mal der Organismus mitspielen. Unsere Planung zumindest ist auf dem Zenit der Zeit: Ihr fragt Euch jetzt warum wir drei Tage Wochenende haben. Nun, wir haben es uns eben verdient. Irgendwann muss man ja auch mal der in den Kriegen Gefallenen gedenken. Dazu ist eigentlich der Memorial Day da. Wir spezialisieren uns eher auf das Andenken der bei der Schlacht ums Buffet Gefallenen und entscheiden uns fürs Wandern. Heute testen wir zwei State Parks „gleich“ westlich von uns, einen Katzensprung von 40 Minuten später sind wir auch schon am Glacial Park. Denn, um Euch geologisch einzustimmen: Illinois war während der letzten Eiszeit komplett vom Eis bedeckt (Tom: „Deswegen war es gestern hier auch so kalt“) und man kann hier Hügel besteigen, Abbruchkanten und Gletscherkessel erwandern. Tom interessiert das alles nicht, aber die Gegend ist sehr schön. Auch das Schild „Illinois ist Präriestaat“ stimmt uns ein. Wir streifen durch Moorlandschaft, sanfte Hügel, Felder, Pinienhaine und Eichenwäldchen. Für alle Sinne ist etwas geboten. Das Zwitschern und Zirpen, der Geruch frischen Waldes und von Sommerblumen und das saftige Grün und viele Vögel für unsere wachen Äuglein. Auch eine Schildkröte wird zu Toms Objekt der Fotografiebegierde.

Das macht Lust auf mehr. So hüpfen wir ins Auto und fahren gleich zum nächsten State Park. Allein schon der Name „Marengo Ridge“ lässt unsere Vorfreude steigen. Nichtsahnend, dass Marengo scheinbar das indianische Wort für „Schlammschlacht“ ist, begeben wir uns auf die deutlich längere Wanderung, die uns über Wiesen (wo jeder unserer Schritte schmatzende Geräusche erzeugt) und Wäldchen (wo das Schmatzen unterbrochen wir durch Platschen, Gurgeln, Saugen…). Hier gibt es auch mal Nadelwald, gepflanzt von einem frühen Siedler (Emerson Kunde) in den 50iger Jahren, der es mit der Geradlinigkeit etwas zu genau genommen und so die ein oder andere mit dem Lineal vermessene Allee in der Wildnis hinterlassen hat. Fast schon wieder am Auto, und bis zu den Knien schlammverschmiert, geben wir offensichtlich so einen grässlichen Anblick ab, dass eine Familie (mit weißen Sportschuhen und Flip Flops) auf der Stelle kehrt macht und ihre Wanderung (die noch keine 3 Minuten gedauert hat) gleich wieder abbricht. Spaß hat es gemacht. Der Name ist allerdings cooler wie der Park. Wir sagen mal eine glatte Note 3.

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