Freitag, 10.06.2011 Wiedersehensfreude, wenn auch getrübt

Meine Schwester schlägt mir vor, ich könne Tom zur Begrüßung Erdbeertiramisu zaubern. Naja, nachdem ich den Aufwand aus dem von ihr zugeschickten Rezept herausgelesen habe, zögere ich. Da fällt mir ein, Tom hat mir als dicken Zaunpfahl vor einiger Zeit das Cantuccini-Rezept seines ehemaligen lieben Werkstudenten zugemailt. Nachdem ich festgestellt habe, man kann im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Mandeln auch schon abgezogen kaufen, lege ich los. Hier das Rezept und ein paar Impressionen, schade dass ihr nicht probieren könnt – aber glaubt mir, sie schmecken super und ich rate gleich zur doppelten Portion, das Zeug hält sich ja! Und auch für den spontanen Besucher hat man immer was Selbstgemachtes…

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Cantuccini

175g ganze Mandeln
250g Mehl
180g Zucker
1 Tl Backpulver
2 Päckchen V-Zucker
1/2 Fläschchen Bittermandel-Aroma
1 Prise Salz
25g Butter
2 Eier

Aus den Zutaten einen klebrigen Teig kneten. Die ganzen Mandeln zum Schluss untermengen und alles ca. 30 Miuten kaltstellen.
Den Teig in 6 Teile schneiden und diese zu Rollen formen. Diese anschließend bei 200 Grad Ober/Unterhitze für 15 Minuten backen.

Die abgekühlten Rollen in Scheiben schneiden und nochmals ca. 10 Minuten bei 200 Grad backen.

Die fertigen Cantuccini halten am Besten in einer Blechdose – hier werden sie nicht weich.

Gabis Spezialhinweise (Angaben für doppelte Portion) 😉

  • 2 Bleche verwenden, mit Backpapier drunter
  • 5 längliche Rollen formen, die Rollen mehr platt oben
  • schneiden solange die Rollen noch heiß sind, dann geht es besser.
  • es ist normal dass die Kekse nach dem 1. Back“gang“ noch leicht weich sind
  • gut vorm Ehepartner oder sonstigen gefräßigen Individuen verstecken, sonst sind die Cantuccini in Nullkommanix weg 😉

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Tom hat sich gefreut, auch wenn er nach dem Schokiparadies Schweiz mehr Lust auf was Deftiges hatte. Leider  mussten wir am Freitag aber verkraften, dass es ein Rentner geschafft hat, mir auf dem Parkplatz ins Auto zu rollen und die komplette Beifahrerseite einzudellen. Eigentlich schon fast an ihm vorbei, als er plötzlich ausparkt… Ich war wie unter Schock.  Da er gleich ausgestiegen ist und zugegeben hatte, dass er Schuld hat, habe ich nicht die Polizei gerufen und ihm geglaubt, das wird alles über die Versicherungen geregelt. Böser Fehler! Jetzt weiß ich, dass bei einem geschätzten Schaden von mehr als $1.500  die Polizei gerufen werden muss. Ich war so durch den Wind, dass ich zwar seine Daten inkl. Führerschein und Versicherung, aber nicht mal seine Autonummer aufgeschrieben hatte, OBWOHL ich eine Checkliste im Auto dafür aufbewahre. Muss völlig neben der Kappe gewesen sein, da fallen Dir dann auch die richtigen Wörter nicht mehr ein… Natürlich kämpfen wir jetzt noch mit den Auswirkungen – mal schauen, ob der alte Herr mit mir freiwillig zur Polizei geht. Seine Versicherung hat auch noch nicht zurück gerufen, sie wollte eigentlich einen Schadensschätzer vorbeischicken. Bitte zittert mit und drückt uns die Daumen, dass wir nicht auf der Eigenbeteiligung sitzen bleiben. Ich bin mit den Nerven fertig, dabei war es doch bloß ein Blechschaden… Wie hat mich Toms Mama getröstet: „Beim 2. Unfall wird es besser“ – naja, danke, verzichte 😉

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2 Antworten zu Freitag, 10.06.2011 Wiedersehensfreude, wenn auch getrübt

  1. Steffen Idler schreibt:

    Hallo Ihr Beiden 🙂
    Freut mich total dass die Cantuccini auch in Chicago schmecken! 🙂 Hab mir neulich noch überlegt euch welche rüber zu schicken, nachdem sich Tom schon geärgert hat, dass er an meinem Geburtstag, an dem es auch dieses Jahr wieder Cantuccini gab, nicht da ist! 😉

    Und ganz wichtig: Das verstecken vor den verfressenen Individuen ist wirklich enorm wichtig wenn die Cantuccini ne Weile überleben sollen!

    Liebe Grüße aus dem heute echt schön sonnigen Nürnberg!

    Steffen (der liebe Werkstudent 🙂 )

  2. Freundin des lieben Werkstudenten ;-) schreibt:

    Unbekannterweise auch noch ein herzliches Hallo von mir!

    Liebe Gabi, ich hätte noch ein paar Anmerkungen zu den Cantuccini 😉

    1. In den Zutatenangaben im Rezept rechnen sie mit großen Aromaflaschen. Wenn du die kleinen Winzdinger nimmst, wie man sie hier in jedem Supermarkt kriegt, nimm lieber ein ganzes, das macht das Nussaroma noch intensiver!

    2. Nimm statt 175g das ganze 200g-Päckchen Mandeln, das schadet nichts. Und das Abziehen kannst du dir auch sparen, die Haut gibt nochmal extra Aroma und ist überhaupt nicht bitter! Probier es mal, mit Haut schmecken sie nochmal ganz anders…

    3. Statt der Blechdose kann man genauso gut jedes andere halbwegs luftdichte Behältnis nehmen, Plastik geht ebenso gut. Man sollte nur aufpassen dass die Cantuccini vor dem „eindosen“ in komplett luftdichte Behälter wie Tupper komplett abgekühlt sind, weil ich mir nicht sicher bin ob die Restfeuchtigkeit (die es zwar aus ner Blechdose schafft, aber aus ner Tupper bestimmt nicht) die Cantuccini nicht schnell verderben lässt.

    Jetzt aber erstmal weiterhin viel Spaß und gutes genießen! 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine

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