Donnerstag, 16.06.2011: You European are always competitive (in sports)

Jeden Juni findet das sogenannte “Engineering Picknick” statt, ein Grillevent zu dem die Enwicklung und das Marketing unserer Firma einlädt. Ich finde das eine schöne Sache, deshalb hatte ich mich auch mit zur Organisation gemeldet. Naja, eigentlich wurde mir als „Neuling“ die Themen „deutscher Kartoffelsalat (viel davon)“ sowie „Hilfe beim Aufbauen und Abbauen“ zu teil. Gabi und ich haben also schon am Tag vorher neben dem Kartoffelsalat ihren berühmten Mais-Bohnen Mexiko-Salat so weit wie möglich vorbereitet. Am Donnerstag mussten wir dann nur noch die Kartoffeln und Eier schneiden, mischen, abschmecken und schon waren wir auf dem Weg zum Aufbau. Gabi hat mich dann am Partyort – einem State Park Namens Half Day Preserve – an der Schelter 3 rausgelassen. Sie hat ja Dienstags und Donnerstags Abends College. Die Parks hier sind wirklich super auf solche Events vorbereitet. Ein riesiger überdachter Bereich, Toiletten (wenn auch gewöhnungsbedürftig primitiv), ein riesiger Grill, Mülltonnen, Wasseranschluss… da könnte man sich woanders davon was abschauen. Einziger Nachteil: Der Park schließt bei Sonnenuntergang, der heute für 20:30 Uhr bestellt ist und so hat die Feier ein klar definiertes Ende. Auch nicht schlecht, stellt das doch sicher, das morgen alle wieder in der Arbeit auftauchen werden…

Von den ca. 105 Teilnehmern, die sich mit „Ja, ich komme“ gemeldet haben tauchen leider nur ca. die Hälfte auf. Das Wetter kann man dafür aber wohl nicht verantwortlich machen, denn von der 30%igen Chance auf Regen ist keine Spur zu sehen und es ist herrliches Wetter. Die Firma lässt sich nicht lumpen und bietet neben zwei großen Fässern Bier und weiteren Kühlboxen mit nichtalkoholischen Getränken vor allem Unmengen an Essen an. Bratwürste, Putenschnitzel und Hamburger von Stiglmeier (einem deutschen Metzger) kommen auf den Grill. Brötchen (oder was die Amis dafür halten), unsere Salate (Beas Nudelsalat ist ebenfalls super) sowie Soßen, Gürkchen sowie unzählige Tüten Chips gilt es zu vernichten.

Bevor ich mehr von der Perversion der Würstchen erzähle, will ich noch kurz zwei andere Dinge einflechten. Unsere Gegend ist Moskito-Gebiet, also sprüht sich hier jeder heftig mit Anti-Moskito-Schutz ein. Das hält Jon (Leiter der Hotline) nicht davon ab, mit einem sogenannten Fogger die Gegend abzusprühen. Fogger heißt wörtlich übersetzt „Nebler“ und wenn ihr die Bilder anschaut, wisst ihr, dass dieser Name weise gewählt ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es wurde auch für sportliche Einlagen gesorgt, die ich natürlich auch ausprobieren musste: Bean Bag Toss (auch Corntoss genannt) und Volleyball. Wie man Volleyball spielt wisst ihr vermutlich, doch wer kennt schon Corntoss? Deshalb hier ein Video von Youtube, dass die Regeln erklärt

Um mit den Worten eines Kollegen zu sprechen: Erklärt in einer Minute, dauert es doch ein Leben es zu meistern.

Ich habe mich nicht völlig dämlich angestellt, doch hat dazu nicht viel gefehlt. Ich habe danach gesehen, wie man dieses Spiel auch spielen kann und da sind 3 von 4 Säckchen im Loch zu versenken nicht wirklich eine Seltenheit 🙂 Ein unterhaltsames Spiel…

Volleyball ist dann etwas aus den Fugen geraten und bringt uns zu unserer Überschrift zurück. Wir haben 6 gegen 6 angefangen, Bier neben dem Feld, die Zigarre bei manchen in der Hand. Doch Ingo (ein Schweizer) hat mal richtig Gas gegeben. Das nächste Spiel war dann 4 gegen 4 und ich dachte mir, ich halte halt mal gegen, habe es geschafft Ingo einige Male heftig zu blocken bzw. auszuspielen und so ging die Eskalation in die nächste Runde… 3 gegen 3 war dann noch intensiver, denn jetzt waren wirklich alle Spieler eingebunden und auch mal Spielaufbau möglich… Jaja, wie Patrick halt schon gemeint hat: „Ihr Europäer nehmt jeden Sport wirklich als Wettbewerb ernst…“

Was ich noch nachreichen wollte, und ihr vermutlich auch schon drauf wartet, ist die Perversion der Würstchen. Durchaus gute Würste von Stiglmeier kamen auf den Grill. Eher Thüringer denn Fränkische – das bayerische Wappen auf der Verpackung ist da etwas irreführend. Was machen die Amis: Füllen eine Metallschüssel mit geschnittenen Zwiebeln und Bier und stellen diese auf den Grill. Da hinein kommen die völlig unschuldigen Würstchen nachdem sie gegrillt wurden. Warum man ihnen das antut konnte ich nicht herausfinden. Amnesty International ist jedenfalls verständigt und so sollte dieser schockierende Vorfall wohl nächstes Jahr in ihrem Bericht über die Verletzung der Würstchenrechte auftauchen.

Schön wars, bis uns die Polizei dann zum Sonnenuntergang rausgeworfen hat.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Feiern/Feste/Events, Toms Arbeit veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s