Samstag, 18.06.2011: North Shore Open

Wann hat man schon mal die Gelegenheit ein Badminton-Turnier in einem anderen Land zu spielen. Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn mein aktueller Trainingsstand nicht der Beste ist. Ich habe also einen netten Spieler – sein Name ist ebenfalls Tom – gefragt, ob er mit mir Doppel spielen will. Einen Tag später kommt dann die Einladung zum Firmenausflug (nicht zu verwechseln mit dem Engineering Picknick). Der Firmenausflug geht (inkl. Familien) in den Six Flags Great Americas Park, einen Achterbahnen und Wasserrutschen-Park. Keine schlechte Einladung, spart man sich doch die ziemlich hohen Eintrittskosten – und ein Mittagessen gibt es noch obendrauf… doch so richtig zündet die Idee bei mir nicht, denn (meine Nachfragen haben ergeben) jeder geht im Park dann seiner eigenen Wege… Naja. Ich gehe Federballspielen.

Wenn es denn mal regnen könnte scheint natürlich die Sonne und es ist in der Halle kaum auszuhalten schwül und heiß. Der Turniermodus nennt sich A-B-C-D Drop Flight und ist einfach nur sonderbar. Es gibt keine Gruppen, sondern zu Beginn werden einfach ein paar Teams gesetzt und der Rest gelost. Wenn alle ungefähr gleich stark wären, ist das ja auch kein Problem. Doch ist die Spannbreite des Leistungsvermögens schon krass. Da gibt es die ehemalige #1 der US-Damen, Shannon Pohl, die nicht nur das Turnier ausrichtet, sondern auch noch mitspielt (Einzel bei den Herren) sowie Mixed, da ist Big John, ehemaliger Coach des US Olympiateams sowie irgendein Nachwuchsspieler der Malayen, der gefühlte 3 Meter hoch springen kann und einen Körperbau hat, der schon angsteinflößend ist (so nebenbei: Dieser Typ kam noch nicht mal ins Halbfinale) – ach, und natürlich ich 🙂 ebenfalls angsteinflößend – schlecht im Training.

A-B-C-D Drop Flight funktioniert so: So lange man seine Spiele verliert, rutscht man von A nach B nach C nach D. Jede dieser Gruppen hat dann ein Halbfinale und Finale, so dass es dann Gewinner in jeder der Gruppen gibt. Das jedoch zusammen genommen mit der Auslosung kann bedeuten, dass man sein erstes Spiel gewinnt (hätten wir auch eigentlich, hätte ich mich nicht so doof angestellt), sich dann in A festspielt und dann im nächsten Spiel rausfliegt. So ist es uns im Doppel passiert. D.h. knapp verloren – klar gewonnen (damit im Halbfinale Gruppe B) – dort knapp verloren – raus.

Ich habe mich aber auch noch frei fürs Mixed gemeldet und habe eine Mixeddame aus Estland zugelost bekommen (die mich immerhin im Feld auf Deutsch angefeuert hat). Katrin ist super nett, zeigt aber noch durchaus Verbesserungspotential, so dass ich mir nicht viel ausrechne. Im ersten Spiel (gegen die späteren Finalisten in A, die dann nur knapp gegen Shannon mit Partner verlieren) sehen wir gar nicht gut aus. Über das nächste Spiel reden wir schon mal gar nicht, und im übernächsten schaffen wir es nicht, eine 20:12 Führung in einen Satzgewinn münden zu lassen (wir hatten 11:2 geführt). Sooo dämlich muss man erst mal sein. So landen wir in D, der Gruppe der Müden, Untalentierten, Gelangweilten, Halbinvaliden und Rentner-mit-Ausgang. In dieser Kategorie fühle ich mich dann auch wieder fehl am Platz (auch wenn viele der gerade genannten Attribute wohl auf mich zutreffen, ich das aber nicht wahrhaben will). 21:7, 21:11 sowie 21:9, 21:12 (oder so ähnlich) später steht fest: Wir sind die Goldmedalliengewinner derjenigen die mit dem falschen Arm spielen, leider nur einen Tischtennisschläger dabei haben oder gedacht haben, es geht hier um Bierbankdrücken. Ein Erfolg auf den man stolz sein kann? Wohl kaum.

Unbeachtet des mangelnden sportlichen Erfolges waren es doch immerhin 8 Spiele, und ich spüre jedes Einzelne davon. Wie komme ich die Treppe hoch? Keine Ahnung, aber noch viel schlimmer: Ich muss die ja auch wieder runter! Ein Treppenlift wäre wirklich eine Wucht! Darauf muss ich beim nächsten Häuschen wirklich achten.

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