Sonntag, 19.06.11 Wandern am toten Fluss

Am Tag nach dem kräftezehrenden Turnier ist Tom eigentlich fest entschlossen, seine müden Muskeln nicht weiter vom Sofa zu entfernen als die 3 Meter zum Kühlschrank. Doch da hat er seine unternehmungslustige Frau falsch eingeschätzt. DIE hat schließlich am Samstag nur nen Kinofilm gesehen und ansonsten den Tag so ziemlich vergammelt. Es ist also Zeit für Unternehmungen und kaum hat sich Tom umgesehen, sitzt er schon im Auto Richtung „Illinois Beach State Park“. Gabi hat sich eine Wanderung ausgesucht, die nicht nur Strand bietet, sondern einen toten Fluss entlang führt.

Nach einer halben Stunde Autofahrt finden wir uns in Illinois Hinterland wieder. Da schläft der Bär, steppen tut er hier jedenfalls nicht. Doch es ist sehr grün und als wir auf die Küste zufahren – immer Richtung Osten – wird es auch urtümlich. Aufgrund der müden Muskeln folgt Tom Gabi nur widerwillig den Pfad entlang. Wir sind – bis auf eine ältere Dame, die ähnlich humpelt wie Tom – völlig allein mit der Natur. Ihr müsst euch das so vorstellen, wir schlendern (aufgrund Toms Zustand kommt kein strammer Wanderschritt zustande..) die Gegend entlang, Gabi aufgeweckt hin und her blickend, Tom auf den Weg und seinen desaströs schmerzenden Körper konzentriert.: Gabi: „Hast Du den tollen Schmetterling gesehen? Riesig!“ Tom: „Hmpf“. Gabi: „Das ist eine verzauberte Stimmung hier – und wie es nach Sommer riecht..“ Tom: „Ahhh mein Knie….“  Gabi: „Wow, das ist eine Blütenpracht hier. Willst Du nicht mal fotografieren?“ Tom: „Kann mich nicht bücken.“

Das führt dazu, dass Gabi heute die verantwortungsvolle Aufgabe zukommt, die Makroaufnahmen von Blüten und Pflanzen zu machen. Die redlichen Bemühungen sind in den Augen des Meisters jedoch nicht annähernd akzeptabel, was dazu führt, dass er sich unter großem Stöhnen doch Richtung Boden aufmacht. Wenn nur das Aufstehen nicht wäre… Eines muss man Tom lassen: Kaum hat er die Kamera wieder in Händen, kommen die Tiere nur so angeflitzt und so können wir ein Reh durchs hohe Gras springen sehen und eine Libelle setzt sich ins rechte Licht. Es ist heiß und die Luft flirrt über dem reglosen Wasser. Es könnte richtig wild sein, wenn nicht ganz in der Ferne ab und zu ein Auto zu sehen wäre und natürlich die unvermeidbaren Stromleitungen. Und trotzdem: Tolle Gegend, die sich auch noch als sehr abwechslungsreich herausstellt, als der Pfad vom toten Fluss wegführt und sich durch eine offene Prärielandschaft mit Laubbäumen schlängelt. Schließlich kommen wir an die Sanddünen und dahinter an einen sehr schmalen Sand-/Kieselstreifen und den Lake. Zumindest vermuten wir, dass hier der Lake ist. Die Luft ist nämlich so dunstig, wir sehen kaum 3 Meter weit. Wieder eine tolle Stimmung, die man leider nicht auf dem Foto festhalten kann. Der Rundweg führt uns nun hinter den Dünen eine kargere Steppenlandschaft entlang.

Gabi versucht, Tom mit einem kleinen Ball von seinen Schmerzen abzulenken. Schließlich hat Tom schon oft genug davon geschwärmt, wie sehr Wanderungen durch das zusätzliche Ball werfen gewinnen. Zumindest wenn Uwe oder Robert oder Carlos werfen. Wohl nicht, wenn Gabi immer ihre Finger zurückzieht, weil der Ball zu „hart geworfen wurde“. Oder wenn sie selbst so zielgerichtet wirft, dass Tom eine wirklich sportliche Leistung erbringen müsste, um den Ball noch zu erhechten. Naja, wir haben ja noch 2 ½ Jahre Zeit das zu üben 😉

Fazit: Strecke sehr schön, ist was für Gäste und wenn das Wetter klarer ist, kann man das mit einem Bad im See verbinden. Perfekt!

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