Montag, 04.07.2011: Wir fühlen uns heute so unabhängig

Wir wachen auf und zumindest Tom hat gute Laune – was so ein konstant blauer Himmel alles bewirken kann! Wir wollen heute nicht zurück in den Devils Lake State Park, sondern versuchen noch einige andere Sehenswürdigkeiten der Region in unseren Rückfahrplan zu packen. Unter anderem wollen wir auch eine kleine Weinprobe in einer der ältesten Weingüter des Landes machen. Dazu sollte man eine gute Magengrundlage haben – und Gabi findet eh, dass zumindest EIN leckeres Frühstück zu einem Wochenendausflug dazu gehört. Zwei Google und Yelp-Anfragen später (ja, so macht man das wohl heute) haben wir uns für Jens Alpine Cafe and Soup Kitchen im Herzen von Baraboo entschieden. Was genau daran Alpine sein soll, geht uns nicht auf, wir kommen aber ob des sehr netten Ambientes und des leckeren Frühstücks schnell darüber hinweg. Gabi: „Es gab so viele leckere Omelett-Variationen, dass ich mich kaum entscheiden konnte“. Na, lasst uns alle raten, was es geworden ist: JA! Tatsächlich das Omelett mit Brokkkkkkooooooliiiiiiiiiiiiiiiiiiii! Gabi: „War ja ein Veggi, da war nicht nur Brokkoli drin“. Tom war alleine schon das Omelett zu viel und gibt seinen Pancake noch an Gabi ab, die diesen, ihr Omelett und fast auch noch Toms Finger – die ihr eine Scheibe Orange reichen wollen – auf isst. Mahlzeit.

Danach geht es zu einem Mound, den wir gestern Abend durch Zufall beim Surfen entdeckt haben. Mounds sind Erdhügel, die von den Ureinwohnern gebaut wurden. Manche dienten als Begräbnisstätten, andere offensichtlich als Zeremonienstätten. Der Mound, der in der Nähe von Baraboo liegt, heißt Big Man Mound und man sieht eine riesige humanoide Gestalt in Form eines Erdhügels. Dankenswerterweise ist das Gras drum herum gemäht und der Mound selbst bewachsen, so dass der Eindruck eines Körpers noch verstärkt wird. Friedlich, interessant, aber eigentlich macht dieser Mound vor allem Appetit auf mehr – mehr Mounds und mehr über diese Mounds herauszufinden. Typisch amerikanisch hat man beim Straßenbau „hey Platz da, hier kommt die Zivilisation durch“ die Straße glatt mitten durch die Beine der Gestalt gebaut.

Wir fahren nach einigen Fotos und einer Umrundung der Gestalt (Gabi: „Ich hatte nicht die richtigen Schuhe an, um dir zu folgen“) weiter zur Wollersheim Winzerei, einer der ältesten des Landes, wenn man die Ursprünge betrachtet, denn eigentlich war das Weingut von den 1890 (als alle Rebstöcke in einem harten Winter erfroren sind) bis 1972 lediglich landwirtschaftlich genutzt worden. Jetzt jedenfalls macht die Führung durch das Weingut und die Winzerei Spaß und wir kaufen auch einigen Flaschen Wein nach der abschließenden Weinprobe. Tom ist angedüdelt.

Wir fahren weiter zur letzten Attraktion des Tages, den Caves of the Mound. Eine Höhle, die zumindest laut Reiseführer sehr sehenswert sein soll. Der Park um die Höhle herum ist schon einmal sehr gepflegt und voller Blumen. Wir kommen gleich in die nächste Tour, die hier alle paar Minuten starten. Wir erwischen eine junge Führerin, die alles sehr schön überbetont. Gabi ist stolz auf sich, da sie bei Führungen so gut wie alles versteht. Und Tom ist erleichtert, weil Gabi nicht bei jedem zweiten Satz nachfragen muss. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten..

Irgendwann muss Tom (der genau hinter Gabi steht) damit aufhören Gabi als Marionette nicken, schütteln, staunen oder was auch immer – immer passend zu den Geschichten – zu lassen, da Gabi sich vor Lachen fast weg wirft und wir anfangen aufzufallen. Böser Alkohol. Kinder, lasst Euch das eine Lehre sein! Die Führung ist zwar eher für Kinder aufgebaut, wir haben aber unseren Spaß. Und die Höhle ist wirklich sehenswert mit vielen interessanten Stalaktiten and –miten und alles dazwischen. Eine Stunde verfliegt und wir stehen wieder blinzelnd im Sonnenschein. Tom: „Jetzt die zwei mitgebrachten Äpfel an einem der schattigen Picknick-Tische essen?“ darauf Gabi: „Bäh, das ist ja gesund, das kannst Du morgen auch noch essen, ich will lieber ein Eis…“.

So klingt der interessante Teil aus und wir machen uns auf die 3.5h Rückfahrt…

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