Freitag, 05.08.2011: Sie kommmeeeeeeeeeeeeeen!

Tom macht Mittags Schluss – im Geschäft – nimmt also einen halben Tag PTO (Paid time off = bezahlte Freizeit) – aber der ist es wert, denn heute kommen die Riedls. Die letzte Arbeitswoche war Stress, denn alle wollten noch etwas von ihm, so dass 8 Arbeitssitzungen aka Besprechungen aka Meeting an einem Tag keine Seltenheit waren. Mal Livemeetings mit der Schweiz, mal mit Deutschland, dann wieder Texas oder die Ostküste. Doch letztlich hat das Herabzählen der Stunden geholfen und es ist Freitag Mittag. Gabi hat das besser getimed. Ihre Kurse sind schon eine Woche vorbei, so dass sie sich seelisch-mental-transzedental-makrobiotisch auf die Ankunft ihrer Schwester mit Family vorbereiten konnte. Sie hat „Welcome Anne“- und „Welcome Carina“-Schilder gemalt, und Tom hat ihr eine Adresse eines Ladens organisiert, wo wir „Willkommensluftballons“ bekommen. Doch dieser Laden ist ihr etwas zu weit entfernt, so dass sie beim nächsten Dominick’s Einkaufsmarkt zwei Luftballons ersteht. Einer neutral gehalten mit Sternen, der andere ein Hello-Kitty-Ballon (perfekt für Carina), leider mit „Happy Birthday“ Aufdruck auf beiden Seiten. Doch Gabi ist ja clever und schneidet zwei Streifen Papier aus, um diesen Schriftzug mit „Welcome“ zu überkleben. Das klappt auch perfekt, nur dass der Ballon nach dem ersten Streifen Schlagseite bekommt und nach Anbringen des zweiten Streifens zu Boden sinkt und keine großen Anstrengungen unternimmt, sich wieder in die Luft zu erheben. So nehmen wir also nur EINEN Luftballon mit zum Flughafen. *grummel*

Doch wo sollen wir parken? Gabi hat die Autovermietung Dollar angerufen und gefragt, ob wir bei ihnen Parken könnten. Antwort: Ein klipp und klaren „Nein“. Dass keine 5 Meter weiter der größte Parkplatz des Flughafens beginnt und man einfach da parken könnte, das erzählen uns die (ausgeschalteten) Leuchten von der Autovermietung natürlich nicht. Wir finden ihn (also den Parkplatz) trotzdem (eigendich ja Gabi), die Google Maps befragt und wir somit schnell eine Adresse für das Navi haben.

Der Parkplatz ist perfekt. Er hat sogar einen Anschluss an die Hochbahn, welche die Terminals in Chicago verbindet (Toms Eltern werden sich wohl noch gut an diese Bahn erinnern, die uns damals nach Mitternacht zum ungeplanten Hotelzwischenstopp gebracht hat).

So kommen wir in der Ankunftshalle an, als der Flieger schon einige Minuten vor der Zeit gelandet ist. Doch die hilfsbereiten Zöllner halten die Riedls natürlich in einer langen Schlange von Menschen zurück, so dass wir auuusgiebigst, also wirklich auuuusgiebigst feststellen dürfen, dass unsere Luftballons und unsere Schilder gegen das Rudel an Luftballons und Riesenplakate anderer Wartender plötzlich ganz mickrig aussehen…

Wir warten also und tatsächlich, geschafft und glücklich können wir die Riedls in die Arme schließen.

Also auf zur Autovermietung. Nach einer laaangen Wartezeit kommt der Shuttlebus dann doch noch. In dieser Zeit werden schon Geschichten ausgetauscht und der Luftballon als Punchingball verwendet.
Uwes Traum ist ein Crysler 7-Sitzer,“Town&Country“, weiß und mit jeder überflüssigen Elektronik ausgestattet, die Spaß macht und Luxus schafft.

Wir fahren im Konvoi nach Buffalo Grove – Uwe hat gleich das Vergnügen, den Freitag-Nachmittag-Feierabendverkehr mitzunehmen. Und wir sind uns nicht sicher, aber wir denken, dass sich unser Navi einen Schabernack erlaubt, denn es lenkt uns schon eine Ausfahrt zu früh von der Autobahn, dass Uwe auch noch die Raffinessen der amerikansichen Verkehrsregeln, wie Abbiegen bei Rot und 4-Way-Stops, bewundern darf.

Beate und Uwe checken in ihrem Wyndham-Hotel ein, die Zimmer sind ok. Für den Preis sogar wirklich gut. Doch es geht gleich weiter zu uns, wo wir die Koffer der Kids (die sich entschieden haben, heute Nacht bei uns zu schlafen) in das Haus bringen, eine kleine Führung veranstalten und natürlich das lang erwartete Auspacken der vielen Mitbringsel und Geschenke (Wir LIEBEN Geschenke :-)) zelebrieren: Eine Tasche mit „Nürnberg“-Aufschrift, Kölln Schokomüsli, Deo, deutsche Medikamente und vieles mehr hat Beate für uns organisiert. Wir sind begeistert!!! Selbst unsere Palme Jane bekommt ein Geschenk: Eine süße hellgrüne Raupe…

Wir schauen trotz der vielen Geschenke, dass wir möglich schnell weiterkommen. Denn die Riedls sind noch erstaunlich fit, aber die Bleigewichte für die Augenlider liegen schon bereit und warten nur auf ihren Einsatz… Es gibt einen standesgemäßen Einstieg in die amerikanische Küche: Five Guys-Burger und JEDE MENGE Pommes. Hier kann man aus einer Liste wählen, welche Zutaten neben dem Fleisch auf dem Burger landen sollen und Anne bestellt auch schon selbst (Hut ab vor der Courage der jungen Dame). Die Burger werden hier immer frisch zubereitet und das schmeckt man einfach, auch die Pommes sind in Erdnussöl frittiert und mindestens genauso gut wie die Burger…

Nach einem Spaziergang in der warmen Abendluft verabschieden wir die müden erwachsenen Urlauber bald und auch wir selbst sind irgendwie geschafft. Die Kids spielen noch im Bett mit den Luftballons. Mann, sind die der volle Hit 😉 Wer hätte gedacht, dass wir den Kiddies damit so viel Freude bereiten können.

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