6. bis 12. 11.2011 Geburtstag fern der Heimat

Es war einmal ein kleines Mädchen mit Topfschnitt und Fischpulli. Die aufregendsten Tage im, ihr damals endlos erscheinenden, Kalenderjahr waren die um ihren Geburtstag herum. Schon Wochen vorher hat sie darauf hin gefiebert. Nicht unbedingt nur wegen der Geschenke. OK, die waren schon super und wichtig 😉 Doch das Tollste war das „Im Mittelpunkt stehen“, von jedem gedrückt zu werden und die ganze family versammelt zu haben. Plus natürlich der Kindergeburtstag, eine eigene Feier mit den Freundinnen…

Die Mami dieses kleinen egozentrischen Monsters hat ihr den Tag immer besonders schön gemacht. Eine Torte nach ihrer Wahl: Da gab es IMMER Ananassahne 😉 Einen Kerzenkranz mit diesen süßen kleinen Kerzchen drin. Das I-Tüpfelchen aber war ein bunter Krepppapierkranz aus den Kindergartentagen, den die Kleine stolz wie Oskar mindestens bis zur Konfirmation getragen hat…

Auch wenn seither ca. 10 Jahre 😉 vergangen sind und der Krepppapierkranz beim Auszug aus dem Elternhaus nicht mit umgezogen ist – Geburtstag feiert das inzwischen große Gabilein immer noch sehr gern. Auch wenn damit älter werden verbunden ist. Die Tage vor dem Geburtstag fühle ich mich in diesem Jahr als wäre ich immer noch acht Jahre, denn es kommen zwei Päckchen. Die ich nicht auspacken darf… Vorfreude, Spannung… Doch am Geburtstag selber bin ich dann trotz allem ziemlich traurig, Päckchen auspacken ohne family, Freunde. Das Freundschaften schließen ist nicht so leicht wie vorgestellt. Ivy, meine engste neue Freundin ist nach Kanada gezogen. Also keine Feier ;-(

Tom, seines Zeichens treu sorgender Ehemann, versucht sein Bestes mich froh zu stimmen. Neben den schönsten tief roten langstieligen Rosen die man sich vorstellen kann, gibt’s ein selbst designtes und –geschreinertes Walnusstablett fürs Sofa. So individuell für mich, da ich es jeden Abend zelebriere, eine Tasse Kaffee oder Tee am Sofa langsam zu genießen. Jetzt kann ich die Tasse jederzeit ohne Probleme abstellen, um Tom im Nacken zu kraulen oder umzublättern/umzuschalten…. Tom macht ein leckeres Frühstück und wir gehen gut Essen. Doch halt nur allein zu zweit…

Was aber wunderschön ist: Franken denkt an MICH: (Schwieger)Eltern, Beate mit family, alle Freunde (alte und durch Tom neu gewonnene) rufen an, schicken E-Cards (elektronische Postkarten) oder E-Mails. Da wird mir ganz warm ums Herz, es rollt die eine oder andere Träne. VIELEN DANK! Ich hoffe so sehr, wir können all unsre Freundschaften auch über die Entfernung hinweg über die Jahre der „Trennung“ retten, denn wir haben Euch alle sowas von gern!!!

Noch eine Anekdote: Nadine, Kerstin und Tanja erzählen mir am Telefon was von Päckchen. Doch die sind nicht angekommen. Nadine kann ich grad noch davon abhalten, zur Post zu marschieren und die arme Postbedienstete zur Schnecke zu machen, denn sie hat das Päckchen am gleichen Tag losgeschickt wie meine Schwester – deren Päckchen ist da („Ich hab es nicht versichert! O mein Gott. Warum hat die Post mich nicht gewarnt!“) Sie erwägt ernsthaft, einen Nachforschungsauftrag zu stellen…. Wir versuchen ruhig zu bleiben. Doch ich bin nun mal neugierig. WILL die Päckchen. JETZT !!! 😉 Jeden Tag hüpfe ich frohen Mutes mit der Beschwörungsformel „Päckchen, Päckchen“ zum Briefkasten und schleiche mit eingezogenen Schultern wieder ins Haus zurück. Tom wird schon in Mitleidenschaft gezogen, kriegt die schlechte Laune ab und wird verdächtigt, die Päckchen abzufangen…

Doch dann, am Samstag, also 6 (S-E-C-H-S) Tage nach dem „Ehren“tag, ist es soweit und ich finde gleich 3 (D-R-E-I) Päckchen im Briefkasten. Das Päckchen von Nadine und Kerstin ist tatsächlich vom Zoll aufgerissen und gefilzt worden! Gottseidank sportelt der Zollbeamte scheinbar nicht und lässt er die Sachen daher durchgehen… ALLE Geschenke sind ein Volltreffer. So ein Glück – wieder Tränen in den Augen! Ein wunderbares Fotobuch von Tanjas und Gabis Aufenthalt! Witzige Katzenkalender! Eine Fitness-Accessoir-Ausrüstung inkl. „Schwitzableiter“! Wie, Ihr wisst nicht was das ist? 😉 Ein Mikrofaser-Workout-Handtuch der Extraklasse! Und dazu handgeschöpfte Eine-Welt-Laden-Fürther-Schokoträume. Ihr seid spitze! Und ich glücklich! Schnell noch ein Foto gemacht bevor die Rosen verblühen… Die Achtjährige in mir wird wieder zufrieden für ein Jahr verbuddelt und der Geburtstagsmodus ausgeschaltet…

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