08.12.2011 und andere Feiern: Work hard, party hard (and often)

Übersetzt: Arbeite hart, feiere extrem – und oft

Man kennt das ja: Zu Weihnachten steht die Weihnachtsfeier der Firma an. Wie sieht so etwas in den USA aus? Lest weiter. Zuerst einmal muss ich euch erklären, dass ich einen großen Fehler gemacht habe. Ich habe zugestimmt, dass drei meiner Gruppen die Weihnachtsfeier zusammen legen – weil sie einfach gerne gemeinsam feiern. Nur Jims Gruppe büchst aus, nachdem wir diese eigentlich auch schon eingefangen und eingeplant geglaubt haben. Doch wie sich herausstellt ist es ein Fehler, solche Feiern zusammenzulegen, denn wenn ich auf vier getrennte Veranstaltungen bestanden hätte, hätte ich ja auch vier mal Essen gehen können 🙂

Spaß beiseite. Die erste Feier von Steves, Daves und Ingos Gruppe geht traditionsgemäß ins Buca Di Beppo. Ich habe schon viele Geschichten über diese Feiern gehört und auch das Wein und Limoncello dabei eine große Rolle in den letzten Jahren gespielt hat. Offensichtlich eine so große, dass Limoncello nicht mehr auf dem Plan zu finden ist… Eiei.

Wir gehen zum Mittagessen zu diesem Italiener ganz in der Nähe der Arbeit. Die meisten Kollegen planen in diese heute wohl nicht mehr zurückzukommen und ich hoffe, sie haben entsprechende Fahrgemeinschaften gebildet. Ich aber muss relativ bald wieder zurück. Doch um das Essen mitzubekommen reicht es allemal. Und das ist ein Schaulaufen italienischer Küche. Weißbrot mit Olivenöl, Tomate mit Mozzarella, fritierte und gegrillte Calamari, Oliven, Nudeln mit Sahnesoße, gefüllte Canneloni, Mailänder Schnitzel, Pute in Zitronensoße, Pute in Tomatensoße, Schweinefleisch, das beim Anstechen zerfällt, … alles „Family Style“ serviert, d.h. in großen Töpfen in die Mitte der Tische. Wer jetzt aber glaubt damit wäre kein Platz mehr im Magen, der hat nicht mit dem Nachtisch gerechnet. Schüsseln voll Tiramisu und Triple Chocolate Cake, d.h. dunkler schokoladiger Teig, dunkle Schokomouse dazwischen, mit einer dunklen Schokoladenglasur. Dekadent? Nicht essbar denkt ihr? Nicht für meine Kollegen, die erst jammern, dass der Kuchen dieses Jahr in zu schmale Stücke geschnitten wurden, dann gleich zwei Stücke nehmen und DANN das Ganze noch mit reichlich heißer Schokoladensoße übergießen. Death by Quatruple Chocolate!

Die nächste Woche wird vom Weihnachtsessen in der Kantine eingeläutet. Ein Vorauswahlzettel soll die Abfertigung erleichtern, ebenso wie genaue Uhrzeiten, wann welche Abteilungen in der Kantine Essen sollen. Einige Kollegen meinen, dass Essen sei schlecht. Ich will es mir anschauen, so wähle ich Gans und bin gespannt. Doch als ich zur angegebenen Zeit Richtung Kantine gehe bemerke ich die Schlange, die aus der Kantine durch den Gang bis an dessen Ende und dort noch um die Kurve herum auf Abfertigung wartet. So zerreiße ich meinen Gänsegutschein und gehe zurück an die Arbeit. Nur dank Amys Nachfrage (ich habe ja kein Auto) komme ich nicht nur zu einer netten Unterhaltung über die College-Auswahlkriterien ihrer Tochter (Party, Sonne), von ihr selbst (Preis und Ausbildung), sondern auch noch zu einem Sandwich bei Panera Bread…

Am Donnerstag der gleichen Woche geht es dann mit Jims Gruppe zu Pete Michels. Diese wollte nicht mit den anderen feiern, sondern lieber in ein Steakhouse. Ich bin gespannt, denn eigentlich wäre das eine der seltenen Möglichkeiten gewesen, dass die Teams sich auch mal außerhalb der Arbeit kennenlernen. Der Service ist schleppend und die bestellten Vorspeisen erst 90 Minuten nach unserer Ankunft auf dem Tisch. Mein Hauptgericht, dass jeder selbst aussucht ist kalt… ich weiß auch nach diesem Essen noch nicht, was das Team dazu bewogen hat, hier herzukommen. Was man aber sagen kann: Die Gespräche waren auch toll und die Gesellschaft hat Spaß gemacht

Damit ist dann aber das Feiern endlich zu Ende – denkt ihr! Doch gleich am nächsten Tag ist der R&D Event, d.h. die gesamte Entwicklung feiert auch noch mal Weihnachten. Wir gehen ins Bumpers (jetzt heißt es eigentlich Rack ‚em Up), einem Billardlokal das schon seit Ewigkeiten Austragungsort dieser Feier ist. Das Essen ist Finger food, d.h. fettige Mozzarella Sticks, Chicken wings etc. sowie Deep Dish Pizza. Alles bestellt und geliefert. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Billard und Bean Bag Toss. Ich muss natürlich bei beidem Mitmischen und komme natürlich auch gleich mit meinem eigenen Billard Cue an. Das sorgt für viel Aufsehen und ich spiele wie ein Anfänger – entweder ist die Tatsache Schuld, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gespielt habe, gepaart mit Talentlosigkeit oder das Cue ist beim Lagern krumm geworden (eine Krummheit die man mit dem Auge gar nicht wahrnimmt, aber doch zu unkontrollierten Ballbewegungen führt…) Mein Ego lässt mich auf letzteres tippen, die Realität spricht wohl eher für ersteren Grund. Das Spiel mit Ingo gegen Tom und Anna macht auf alle Fälle Spaß. Ich wechsel dann zum Bean Bag Toss, wo ich zusammen mit Paula gegen Dave und Steve verliere. Jedoch nicht ohne immerhin einige Punkte abzustauben. Wer nicht weiß, was Bean Bag Toss ist, sollte mal in diesem Blog nach dem Grillevent suchen oder einfach mal nach Illinois kommen 🙂

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