Winter 2011/2012: Gabi, die Katzenmami

Diejenigen von Euch, die mich schon länger als letzten Januar begleiten,  kennen mich als Katzenliebhaberin. Ich bin mit Katzen aufgewachsen und habe mir ein Leben ohne so ein kuscheliges Wollknäuel immer nur schwer vorstellen können. Als vor Jahren ein weiteres  knuddelbedürftiges Wesen in mein Leben trat, war ich analog des Katzennamens Kati für meinen Kater fast versucht,“den Neuen“  Tomi zu nennen. Gut dass ich das gelassen habe… 😉 Doch ich schweife mal wieder ab, zurück zum Thema Fellgetier.

Ende 2010 habe ich Kati, nicht nur aufgrund seines Nierenleidens und seiner ausgeprägten Abneigung bezüglich Reisen im Katzenkörbchen, schweren Herzens an eine sehr gute Freundin von mir „abgegeben“. Anders gesagt, Tanja und Stephan wurden von Kati als Dienstboten adoptiert und er hat sich großzügigerweise herabgelassen, in ihrer bescheidenen, mind. 150 qm-Wohnung zu residieren… Ab und an streicht er durchs Bild, wenn ich mit Tanja skype, doch er registriert mich nicht oder zeigt es nicht – warum auch, ich habe ihn ja gegen ein Leben ohne Fellbegleitung eingetauscht…

Nachdem der Herbst aber trotz Urlaubs-, Arbeitswiedereinstiegs- und Weihnachtsvorbereitungen lang wird, suche ich nach einer ehrenamtlichen Beschäftigung, die mich erfüllt. Und siehe da, ich finde auf einer Internetseite eine Organisation namens „young at heart pet rescue“, die Ehrenamtliche für ein kleines Adoptionszentrum quasi ums Eck bei mir suchen. Die gemeinnützige Organisation rettet „ältere“ Katzen (ab 5 Jahren) aus Tierheimen, in denen ihnen offenbar Euthanasie droht. Sie hat 2 kleine Adoptionszentren. Die in Prairie View ist keine 5 Autominuten entfernt und in einem Hundesalon. Dort bekomme ich im November eine Pflichteinweisung, während der die Organisatorin mich etwas abklopft und mich mit den Einzelheiten der derzeitigen Insassen bekannt macht. Ich erkläre mich bereit, 2 mal die Woche für etwa 1,5 Stunden Katzenklos und -futterschüsseln sowie nach Bedarf Boden oder Glaswände zu reinigen, Medikamente und vor allem sehr viel Liebe zu verteilen. Hach, welche Wohltat wieder weiches Katzenfell zu streicheln….

Ich merke sehr schnell, die meisten Miezen hier haben den einen oder anderen Tick. Oder gleich zwei davon. Die schwarze Katze auf dem Foto z. B lässt sich nur ganz selten mit der Hand streicheln und wenn dann nur am Kopf. Bei allen anderen Annäherungsversuchen beißt und grellt sie gnadenlos. Sie liebt es aber, mit dem Kopf Stüberle zu geben und so haben wir öfter mal unsere Schnurrorgien…

Nachtrag Gabi Anfang Januar: Besonders schön ist: Die ganze Sache krönt sich mit Erfolg! Seit ich angefangen habe, sind 5 Katzen adoptiert worden und eine ist zumindest bei einer Pflegefamilie untergekommen. Selbst Winter, die schwarze Katze, die ihr hier noch auf den Bildern seht (das ist die nur am Kopf berührbare), hat – nach 5 Jahren im Adoptionszentrum – ein neues Zuhause gefunden. IST DAS NICHT SPITZE!!!???

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