22.01.2012: Tom: Heute ist kein guter Tag

Tom will sich weigern, die Besonderheit dieses Tages zu erwähnen. Ich darf eigentlich auch nicht, nur so viel: Drei Karten, einige Mails und eine 40er Girlande sind aus Deutschland angekommen. Auch ich habe mir 40! Geschenke überlegt und diese in eine grüne Box gepackt. Bis auf ein Schild, das nicht reingepasst hat. Nachdem ich meinen Brummbär endlich ins Bad schieben konnte, habe ich, nach Anweisungen von Gerda 😉 flugs das Zimmer dekoriert und die Sternlesspeier mit den Zahlen 4 und 0 angezündet, bevor ich Tom wieder ins Schlafzimmer bugsiert habe.

Er war ganz hin und weg, super begeistert und happy… OK, sagen wir mal so, er hat mich nicht aufgefressen.

Der im Neuengland-Stil eingerichtete Frühstücksraum sowie die leckere mexikanische Quiche, das Bananenbrot, die Waffeln und der selbst gemachte, super fluffige Zimtplunder begeistert natürlich eher nur Gabi. In so einem Ambiente lässt es sich gut speisen…. Somit ist zumindest Gabi gut gestärkt, als es Richtung Amish-Country geht. Tom möchte einen mit Audio-Guide geführten Road Trip machen, der das Hinterland von Indiana zeigt. Von der Amish-Glaubensgemeinschaft haben wir schon früher hier berichtet, daher nur soviel: Es leben ca. 20.000 Amish-People hier, die moderne Gerätschaften ablehnen und daher leben wie vor 200 Jahren. Wir wussten natürlich vorher, dass die Amish den Sonntag als heilig betrachten, aber um mal die Ereignisse vorwegzunehmen, es war nicht klar, das ALLES zu haben würde und Tom sogar Schwierigkeiten hatte, überhaupt einen Bissen zu Essen zu finden.

Die Reisebeschreibung, die man aus dem Internet runter laden kann, ist aber super. Mit terminierter Routenbeschreibung, Musik und Hintergrundinformationen entspannt sich Tom beim übers Land kutschieren. Ähh, halt, kutschieren tun eher die Amish, denen wir begegnen, doch sehen tun wir nicht so viel, da sie ihre Kutschen im Winter zubauen. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es in der Kutsche nicht allzu warm und bequem ist (nicht mal Gummireifen auf den Rädern…) Es ist gleißend hell draußen, der Himmel geht fast in den schneebeckten Feldern über. Wir halten auch an der Mühle, deren Garten wir im Sommer mit den Riedls besichtigt haben. Die verschlafene Atmosphäre hier ist schon entzückend… Nach der Runde finden wir in Elkhart auch tatsächlich noch ein schönes Europa-Style-Cafe, wo wir uns 2 Stückchen Kuchen gönnen. So haben wir einen schönen Tag und sind rechtzeitig vor dem angekündigten Regen (es wird am Nachmittag wärmer) im B&B. Nach einem kleinen Abendessen in einem Irish Pub lenke ich Tom noch mit einem Brettspiel vom Trübsinnblasen ab und er gönnt sich ein paar Diät-Joghurts aus dem Gästekühlschrank… Ja, ich weiß wir sollten es nicht so wild treiben, aber wir sind halt so ungestüm… Oder ist es nur das Wetter? In der Nacht weckt uns ein Wintergewitter und der Regen peitscht wild an die Fenster… Doch dann hat Tom also das Wochenende, den Vorabend des Alters, ganz gut überstanden. Wie sagt Frank Sinatra? The best is yet to come. (Das Beste kommt noch) 😉

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