11.03.2012: Wo Coyoten und Atome um die Wette rennen

Jeder auch nur ein bisschen an Technik Interessierte kennt mittlerweile den LHC des CERN, wo kleine unschuldige Atome in einem großen Karussell beschleunigt werden um am Ende spektakulär mit anderen ahnungslosen Artgenossen zusammen zu knallen. Der Large Hadron Collider ist so groß dass er selbst unter der Schweiz keinen Platz gefunden hat und nach Frankreich hineinragt. Einer seiner Urväter befindet sich keine Autostunde von uns. Das FERMILAB hat letztes Jahr seine oberirdischen Flächen für Besucher geöffnet. Allerdings nicht um Atome zu jagen, sondern eher um spazieren zu gehen oder Rad zu fahren, denn das großzügig angelegte Gelände ist von wenigen geteerten Straßen durchzogen, ansonsten sehr friedliche Präriefläche.

Nach einer langen anstrengenden Woche ohne Auslauf sind wir also voll motiviert und wandern im strammen Sturmschritt von einem Ende des Geländes zum anderen. Dort gibt es sogar einen ungeteerten!!! Pfad durch eine abgebrannte Trockengrasebene. Um die ursprüngliche Illinois-Pflanzenwelt zu erhalten, wird hier regelmäßig im Herbst gezündelt. Führt zu Tristesse im Spätwinter, weswegen wir uns durch nettes Gehölz schnell aus dem Staub machen. Bis jetzt hat dieser Spaziergang höchstens die Kategorie „ganz nett, mit Bewegung“ erhalten. Doch auf dem Rückweg sichten Gabis scharfe Augen eine Bewegung im Trockengras, die sich als lauernder Coyote herausstellt. Tom zückt seine Kamera und drückt im richtigen Augenblick einige dutzend Mal ab. Daher können wir euch jetzt noch nie gezeigtes Material präsentieren (zumindest von uns noch nie gezeigt… 😉 ) Um unseren Ausflug zu vervollständigen, sehen wir noch zwei weitere Coyoten bis wir wieder am Auto zurück sind. Am Rückweg hat Tom das Tempo nochmal angezogen (das Pferd riecht den Stall 😉 ) – so dass auch die bewegungshungrige Gabi genug hat und auf nur noch -Hunger umschaltet ;-).

Also probieren wir am Rückweg ein neues Restaurant aus – Fisch – nachdem dieser heute offenbar die einzige Überlappung unserer Geschmäcker ist. Wir landen in einem „Joes Crab Shack“, ein Kettenrestaurant mit moderner, witziger Atmosphäre (überlebensgroße Haie hängen in der Luft, die Bedienungen tragen Hippie-T-Shirts und selbst die Toiletten sind auf Meer getrimmt) und albernen Kellnern. Mitten im Raum fangen diese bei einem bestimmten Lied plötzlich alle zu tanzen und singen an. Zur Freude der Kundschaft und vor allem der Kids, die gleich mitmachen. Gabis Essen ist auch gut und so ist sie zufrieden und genießt den Moment.

Ganz anders Toms Version: Auf singende und hüpfende Kellner mit größtenteils gequältem Gesichtsausdruck („Was wir Dir noch sagen wollten, nachdem heute hier Dein erster Arbeitstag ist…“) kann ich ja noch ertragen, wenn wenigstens das Essen entsprechend gut ist, doch letztlich hatte ich Calamari, Fisch und Shrimps, alle drei in der gleichen geschmacklosen Panade gewälzt und dazu eine Tomatensoße, die offensichtlich beim Italiener um die Ecke geborgt worden war. (Anmerkung Gabi: ER hat 3x paniertes xy bestellt…)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Illinois, Natur, Wandern veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s