18.03.2012: Der Erste, das Original, der Anfang einer Bewegung

Letztes Jahr haben wir unseren Fahrradträger fürs Auto nicht so häufig genutzt. Das soll sich 2012 ändern, schließlich hat Tom bereits in Deutschland ein Buch über Rail Trails at the Great Lakes (in Radwanderwege zurückgebaute Bahnstrecken) gekauft. Sonntag morgen geht es also los, denn Morgenstund… benötigt Vorbereitung schon am Vorabend.

Wie fast immer hier, ist erst mal eine Autostrecke hinter uns zu bringen. Nach 50 Minuten kommen wir am Parkplatz an. Da ist eine lange Hose auch schon zu dick, der heutige warme Wintertag zeigt was er drauf hat. Wir haben strahlenden Sonnenschein und knapp 80 Grad Fahrenheit (also 26 Grad Celsius und mehr).
Am Anfang sind wir verwirrt, denn schon bei der Ankunft am Parkplatz sehen wir gleich, dass wir hier schon einmal mit den Rädern entlang gefahren sind – letztes Jahr, als wir den Fox River Trail erkundet haben. Kurz nach diesem Punkt haben wir umgedreht… aber wir wollten doch eigentlich heute eine ganz andere Strecke fahren…
Der Weg ist von Anfang an weg von Straßen, geht auf befestigten Feldwegen – nur ganz selten auf Teer) über Felder, an den Gärten schöner Häuschen vorbei, auf einem Damm durch die Mitte von Seen, durch Wäldchen … einfach ein tolle Weg. Schon nach wenigen Kilometern wird auch unsere Verwirrung aufgeklärt, als der Fox River Trail sich wieder von unserem gewählten Weg, dem Illinois Prarie Trail trennt. Was ist nun so besonders daran? Es handelt sich dabei um die erste Bahnstrecke in den USA, die in eine Radstrecke zurückgebaut wurde, nachdem die Bahnstrecke stillgelegt wurde. Das Original. Und wie man an der unglaublichen Anzahl an Rail Trails alleine schon in der Great Lakes Gegend sehen kann, hat der Kampf weniger Visionäre eine Bewegung ausgelöst. Was wir auch toll finden ist, dass der Weg an vielen Stellen erhöht verläuft und man somit einen sehr guten Blick in die Umgebung hat. Inklusive der Frühlingsanzeichen, Blümchen in Wäldern und manche Weiden haben schon ihre Blätter. Knospen trauen sich auch raus… Eine Freude!

Nach etwa 2 Stunden und 25 Kilometern kommen wir an dem uns gesetzten Ziel Wheaton an. Wir freuen uns schon auf einen Biergarten und a gscheids Schäuferla. Ist das zu viel verlangt? 😉 JA, anscheinend, denn wir stellen fest, dass Sonntags in diesem gar nicht hässlichen Städtchen der Hund gefreckt ist. So schlimm, dass nahezu alle Restaurants geschlossen haben. Nicht mal die Eisdiele hat offen! So landen wir fast schon gegen unseren Willen in einem Thailänder – nicht ganz was wir uns vorgestellt hatten. Der Rückweg ist auch nicht kürzer, doch leiden wir jetzt unter den auf dem Hinweg häufig leicht abfallenden Weg, so dass wir mit schmerzendem Hintern und leicht brennenden Oberschenkeln wieder am Auto ankommen…

P.S. 1: Unser Eis haben wir doch noch gekriegt auf dem Rückweg.
P.S. 2: Am Abend wollte Tom schon einen Luftring zum Draufsetzen…. Ist doch schön, wenn man auch am nächsten Tag noch an den tollen Ausflug denkt… 😉

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