18.05.2012: Ab ins Door County

Das Wetter wird wieder besser. Gabi wird ganz kribbelig. Die letzten Wochenenden hat der erschöpfte Tom zum Durchschnaufen und Urlaub planen genutzt. Doch Planen allein macht ja nicht glücklich – Gabi will raus! Und so bucht sie ein Bed & Breakfast in Sturgeon Bay und Tom macht am Freitag Heimarbeit, so dass er durch nichts aufgehalten werden kann, pünktlich die Tür zum Wochenende auf zu stoßen (Aufgepasst, das war ein Wortspiel. Wer es versteht, bitte einen Kommentar schreiben ,-) ).

Und so geht es los. Tom liest erst noch pflichtbewusst Dokumente, während Gabi auf dem Highway immer Richtung Norden düst. Schnell ist die Grenze zu Wisconsin erreicht. America’s Dairyland steht auf den Nummernschildern dieses Bundesstaates. (Dairy = Milcherzeugnisse). Satte Weiden, wir kommen! Nachdem Gabi im Herbst letzten Jahres mit Freundinnen schon mal im Door County unterwegs war, hat sie die ganze Planung übernommen. Das Door County liegt auf einer lang gezogenen Landzunge im Lake Michigan. Rechts der Lake, links die Green Bay des Lakes, Freunden des amerikanischen Footballs wegen den Green Bay Packers bekannt. Doch zum Ort Green Bay kommen wir gar nicht, denn Gabi biegt schon viel früher rechts ab und führt Tom auf beschaulichen Landstraßen, immer in der Nähe des Wassers, Richtung Sturgeon Bay. Einige der Ortschaften, die wir passieren, bieten schon mal einen sehr netten Vorgeschmack auf das ländliche Wisconsin. Ihr könnt Euch die Gegend wie eine Mischung aus Schleswig-Holstein und Rügen vorstellen. Kühe auf den Weiden, bestellte Felder aber immer wieder auch helle Wälder. Sand- und Felsküste wechseln sich ab.

Der Ort Sturgeon Bay ist der ideale Ausgangspunkt für ein Wochenende, da der Ort nicht so weit auf der Landzunge liegt. Denn als wir unser viktorianisches  Bed and Breakfast erreichen, ist es auch schon nach 18 Uhr. Wir werden sehr nett willkommen geheißen, doch wir halten uns nicht lang auf. Wir haben Hunger. Und auch hier ist Gabi schon klar, wo es hin geht. Von unserem B&B zu Fuß erreichbar, hat Gabi mit dem Inn at Cedars Crossing schon gute Erfahrung gemacht. Eine lockere Atmosphäre (Tom fallen die fehlenden Tischdecken auf) zu raffinierteren Gerichten. Oder so. So ein Glück auch dass Freitag Abend Fisch-Fry-Abend ist, es gibt also gebratenen Fisch und Tom wählt den Zander (Walleye) aus mit Kartoffelbrei und Krautsalat. Gekrönt mit laut Tom extrem leckerer selbst gemachter Remoulade. Wer weiß, wie picky Tom ist beim Essen, versteht dass Gabi sich in diesem Moment die Schweißperlen von der Stirn wischt. Ihr Essen war auch lecker – vor allem der Melonen-Erdbeersalat mit Mango-Lemondressing ist bemerkenswert. Muss ich mal selbst daheim machen!

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