Jetzt hat uns also auch die Golfsucht erwischt…

Erinnert ihr Euch noch an Broomball, eine lokale Sportart, die es bis jetzt noch nicht in die olympischen Winterspiele geschafft hat. Dazu kann man sicherlich auch eine Baseballvariante zählen, die mit einem besonders großen Baseball nur hier in Chicago gespielt wird. Doch heute wollen wir von einer anderen Sportart berichten, die wir nun auch gelegentlich spielen. Einige werden jetzt sagen „hat sie das Golfen jetzt endlich auch erwischt“, doch ganz so einfach ist es nicht. Denn wir spielen kein Golf. Naja, zumindest nicht das mit Schlägern, Caddy und so, wo man nach dem Schlag am liebsten den Schläger davon werfen möchte. Wir machen das geschickter und werfen unser Sportgerät von vorn herein weg. Die Sportart nennt sich Disc Golf, oder Frisbee Golf. Das Prinzip ist ähnlich dem normalen Golf, man versucht mit möglichst wenigen Versuchen einzulochen. Unterschied ist hier, dass das Loch ein Metallgerüst mit Metallketten ist, das die Frisbees fangen soll (wenn man sie denn trifft). Löcher werden auch hier in Par gemessen, d.h. es gibt eine Standardanzahl an Würfen, die man mit dem Frisbee normalerweise braucht um im Loch zu landen. Wir haben das Ganze bei uns eher durch Zufall entdeckt, als wir mit dem Rad in Buffalo Grove unterwegs waren, haben uns dann spontan jeder einen Frisbee gekauft uns gleich mal unseren 9-Loch Platz ausprobiert. Dieser ist um ein Wäldchen in einem öffentlichen Park gelegen und wir müssen feststellen, das macht wirklich Laune – mal abgesehen davon, wenn Tom gleich am zweiten Loch mit einer Klettereinlage den Frisbee aus den höchsten Ästen eines der Bäume retten muss. Schnell müssen wir allerdings feststellen, dass unsere Kaufwahl uns doch relativ eingeschränkt zurück lässt – wir also gleich mal die Phase I von Uwes Psychologiemodell ignorieren und gleich in Phase II einsteigen, wo wir glauben, dass die Qualität des Sportgerätes entscheidend ist 🙂 Was sich als Mitteldistanz-Frisbee verkauft hat stellt sich als nicht lang genug für die großen Entfernungen und zu instabil zum Putten (Einlochen) heraus. So schlagen wir also gleich noch mal zu und kaufen uns Putter, Langdistanz-Frisbee und Mitteldistanz-Frisbee (nebst Tasche). Schon wirken wir auf dem Platz nicht mehr wie völlige Anfänger (zumindest bis wir dann werfen). Beobachtet man andere wird schnell klar, dass es sowohl Rückhand-, Vorhand- als auch Überkopfwürfe gibt und alle wollen gelernt sein. Wir haben so was in Deutschland noch nie gesehen. Doch das Internet weiß es besser. Es gibt angeblich ca. 8000 Plätze weltweit, von denen ca. 5500 auf einer Seite im Internet gelistet sind. Hier findet man über 4000 in den USA verteilt, aber auch drei Seiten voll in Deutschland… eine neue Trendsportart? Vielleicht – uns jedenfalls macht sie viel Spaß. Wir stellen schnell fest, dass unser Parcour nur zwei von 5 Frisbees auf der Coolness-Skala von DGCourseReview.com hat. Doch wir haben ja mehrere in unserer Gegend und einige davon mit drei oder dreieinhalb Frisbees Bewertung. Da gibt es sogar einen 20-Loch Platz Richtung Fox Lake – also noch viel für uns auszuprobieren…

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