08.07.2012: Piraten!

Seit Monaten reden wir darüber mit unseren Piratenfreunden (ihr erinnert euch vielleicht noch an Bilder der letztjährigen Bristol Renaissance Fair?) die Weltmeere zu erobern, Inseln zu erkunden und in wilden Seeschlachten Schiffe der gegnerischen Flotte zu versenken? Ziemlich spontan war es dann diesen Sonntag so weit. Die Marchis gerade erst wieder aus ihrem Urlaub angekommen laden uns zum Schiffe-Schlachten – angenehmer weise verbunden mit leckerem Essen und Wein. So kann man als angehender Seemann schon leben. Das Spiel – darum handelt es sich natürlich (mangels echter Weltmeere bei uns um die Ecke – ist eines von diesen Sammelspielen, die den Durchschnittsbürger kalt lässt und den Sammelfreak ausflippen lässt. Mike ist so ein Freak. Seine Frau Becky hat wohl entweder über die Jahre gelernt damit umzugehen oder ist vielleicht auch ganz leicht freaky. Vererbt hat sich diese Neigung jedenfalls: Die Töchter lieben Spiele ebenfalls über alles und die Große kommt am Abend komplett schwarz geschminkt an Gesicht und Armen von einer Anime-Convention zurück…. Vorbereitungszeit 4 Stunden…

Zurück zum Spiel: Jeder wählt eine Seefahrer-Nationalität (nur Gabi bleibt international und widmet sich einer Piratenflotte), für jede Nationalität gibt es zig Schiffe, insgesamt besitzt Mike wohl 150 Schiffe. Hieraus bauen wir uns eine armada zusammen (bewusst klein geschrieben, denn für eine große reichen unsere vereinbarten 40 Punkte nicht aus). So wählen wir im Schnitt 3 Schiffe, die wir wahlweise mit Kapitänen, Entdeckern, Kanonieren usw. besetzen. Inseln mit Schätzen werden ambientös auf einer Seekarte verteilt und uns ist bis zum Ende des Spieles noch nicht ganz klar, ob jetzt „Schätzebergen“ oder nicht doch eher „Schiffe kapern“ der wahre Sinn des Spieles ist. Die Gestaltung des Spiel(felds) ist mit einfachen Mitteln wunderschön gemacht und durch unbefestigte Inseln und frei gewählte Heimatinseln auch immer wieder anders.

Die Schiffe sind dreidimensional und beeindruckend – nur die Piratenschiffe wirken etwas schäbig, wie Gabi im Vergleich feststellen muss…. Wenn durch Angriffe (ausgeführt über würfeln) Schäden entstehen, werden von den Schiffen Maste entfernt oder gelten Schiffe sogar ganz als gesunken. Beschädigte Schiffe können unter besonderen Umständen repariert werden, man kann auch kapern und sich gegnerische Schiffe zu eigen machen…

So kochen die Wogen und unser Blut – doch damit nicht genug – die Marchis kochen für uns auch noch ein leckeres Essen. Eine große Pfanne Gemüse mit scharfer italienischer Bratwurst, dazu frische Nudeln in Alfredo-Soße. Um Gabi gänzlich gemüsig zu stimmen gibt es sogar noch grüne Bohnen.

Leider hatte die Erklärung des Spieles und das Finden der richtigen Schiffe viel Zeit in Anspruch genommen bevor wir die Anker lichten konnten. So brechen wir das Spiel nach dem Essen ab. Doch nicht bevor Gabi die Chance nutzen konnte ihren Siegestanz aufzuführen und es allen anderen unter die Nase zu reiben: Sie war am Ende in Führung. Mike (seines Zeichens Wenigschläfer) bastelt nachdem wir weg sind noch die halbe Nacht an einem besseren Ordnungssystem und klärt alle Regelfragen für das nächste Mal (kann man mit einem segellos geschossenen Schiffsrumpf der über einen Oarsman (Ruderer) verfügt in ein anderes Schiff hinein steuern und es damit pinnen? – Tom ist eben gut darin Regellücken zu finden)…

Säbelrasselnde und blutrünstige Grüße an alle Spielefreunde da draußen!

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