Samstag, 14.07.2012: Holpriger Urlaubsstart

GELBSTEINIGE TITTEN IM EIS (nach einer freien Übersetzung des Nürnberger Philosophen Alex B.) Oder die Eltern und Großelternvariante: ALPENGLÜHEN ÜBER DEN GIPFELN

Version Gabi und Tom

Der Wecker klingelt, um uns für den Start in den Urlaub zu wecken. Doch noch im Bett stöhnt Tom auf (nicht, dass das was besonderes wäre 😉 – ihm tut ja immer was weh….): Wir haben von Alex eine SMS gekriegt: “Flug gecancelt. Sitzen mit Sauglück im Flieger nach Boston. Kommen aber erst 21h in Salt Lake City an.” Na klasse. Das bedeutet für uns glatte 5 Stunden Wartezeit am Flughafen in Salt Lake City.

Hä. Hm. Um was gehts, fragt ihr? Um unseren Sommerurlaub, mensch! Der sieht einen Road- und Wandertrip durch Wyoming and Montana vor, genauer gesagt wollen wir die Nationalparks Grand Teton, Yellowstone und Glacier erkunden. Und was gibt es Schöneres als tolle Natur mit lieben Freunden zu genießen? Sandra und Alex scheinen sich dasselbe zu denken (beide lachen plötzlich als ich diesen Satz vorlese, versteh ich gar nicht 😉 ). So war der Plan, uns um 16h an der Autovermietung in Salt Lake City zu treffen. Doch wir haben Glück und unsere Maschine ist schon eine halbe Stunde früher in Salt Lake City, um die maximale Wartezeit mitzunehmen. Da ist Sitzfleisch angesagt. Doch wir sind etwas beruhigter, als wir eine weitere SMS kriegen: “Haben in Boston die Maschine nach Salt Lake City geboardet.” Gabi ist da schon mit einem neuen Spielzeug beschäftigt: Sie hat in der Ablage vor ihrem Flugzeugsitz einen Kindle (großes Handy, auf dem man Bücher lesen kann). Mit lauter erotischer Literatur drauf 😉 Tom dagegen spielt auf seinem iPad Harry Potter Lego – zu sagen haben wir uns anscheinend nix mehr 😉 – Wir sind aktuell 2 Jahre, 3 Monate und 5 Tage verheiratet…

Endlich, 20:30 Uhr: Die Anzeigetafel zeigt dass der Flieger gelandet ist. Wir sitzen gespannt und beobachten die Rolltreppe. Wir analysieren jede Zehenspitze, die uns in den Blick rollt. Könnte das Sandra sein? Alex in Schlappen? Haben die beiden echt so zugenommen? Nein, sie sind es wieder nicht – außer Sandra hat sich die Haare blond gefärbt… 30 quälende Minuten und 187 Passagiere später ist es endlich soweit. Die Schlapperjeans könnte zu Alex gehören – und ja! Sie sind es!!!!

Sandra und Alex starten in den Urlaub

6:15 Uhr klingelt der Wecker. Ich gehe ins Bad und mache mich startklar für den langen Flug. Alex schmeißt sein Handy an und … SMS von Air France. Unser Flug wurde storniert. WAS?!?! Wie kommen wir jetzt in die USA? OK. Der Flug wurde umgebucht über Boston mit Start um 10:35 Uhr in Nürnberg.

So weit so gut. Also (Tom: kryptische) Nachricht an Gabi und Tom schicken. Dann legen wir uns kurz noch mal aufs Ohr. Nach dem zweiten aufstehen, dann die zweite Schockwelle, das Internet sagt, dass Hertz um 20:00 Uhr schließt. Wie sollen wir dann an den Mietwagen kommen? Alex ist so gestresst, dass ich mir gleich mal einen satten Rüffel einfange als es ums Kaffeekochen geht. Gibts halt keinen …

Nach einem recht angenehmen Flug nach Paris hetzen wir mit 1/4stündiger Verspätung und eh schon knapper Eincheckzeit durch den Flughafen, um beim Boarding festzustellen, dass wir “nur” auf Warteliste eingecheckt wurden und nun an den Rand verwiesen darauf warten, wie die Entscheidung ausfällt. Dürfen wir an Bord oder müssen wir in Paris übernachten?

Nach weiteren zwanzig Minuten Zitterpartie können wir an Bord gehen. Leider ist unser Upgrade auf Komfortsitze mit mehr Beinfreiheit, breiteren Sitzen und freien Drinks dahin. In die Businessklasse werden wir leider auch nicht gebucht … da war Wunsch Vater des Gedankens. Also auf nach Boston. Dort die Imigration durchgezogen und wieder im Dauerlauf durch den Flughafen. Diesmal noch das Gepäck abholen und neu einchecken. Dann geht es auf zwei weit auseinander liegenden Sitzen nach Salt Lake City, wo Gabi und Tom bereits seit Stunden auf uns warten müssen. Alex: -48 Grad, keine Wärme, keine Zuneigung, keine Liebe auf diesem Flug, Sandra saß sooooo weit entfernt (Gabi: Ich lese hier NICHTS von der Wiedersehensfreude auf zwei so lang vermisste liebe Freunde… – Alex: Wir auch nicht. Sandra kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen)

Gefunden!

Die Mietwagenübernahme gestaltet sich unspektakulär, wenn man mal von der Servicedame absieht, der WIR erklären müssen, was Hertz in seinen Paketen drin hat und wir daher NICHT mehr extra zahlen wollen. So beladen wir einen Toyota Sienna, in dem unser Gepäck locker verschwindet, machen das GPS startklar und los gehts. Wenige Minuten später der obligatorische Halt beim historischen Schachtelwirt: Da weiß man was man hat (Zitat Sandra). Kaum 30 Minuten gelandet, schon die erste Enttäuschung: Es gibt keinen McRib für Sandra…. Wir halten uns nicht lange auf, denn es geht nochmal 2,5 Stunden nach Norden zu unserem Motel. Das ist sauber aber unspektakulär, und kurze Zeit später gehen die Lichter aus, Sandra und Alex sind zu diesem Zeitpunkt auch 24 Stunden wach und auf den Beinen.

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