Mittwoch, 25.07.2012: Von unten und von oben nass

Heute nehmen wir das erste Mal ein super Frühstück in unserem Bed and Breakfast ein. Es gibt mit Vanillecreme und Marmelade gefüllte Croissants, Frühstücksspeck und eine Früchtekreation aus Cantaloupe-Melone und Huckleberrys. Da Tom, der Schneuber, lieber herzhaft gefrühstückt hätte, bekommt Alex zwei Portionen ab. So gestärkt können wir uns zu unsererm heutigen Abenteuer aufmachen. Es steht eine Raftingtour auf dem Programm. Vor uns fährt schon eine Gruppe zu einer Ganztagestour auf, die grölend, hüpfend und johlend ihren Bus besteigen (uns ist nicht ganz klar, ob die immer so drauf sind oder etwas zum Frühstück geraucht haben). Auch wir werden danach in einem alten Schulbus zum Einstiegsort transportiert. Dustin, einer der Rafting Guides, macht Stimmung im Bus und teilt nebenbei gleich die Teams auf die Boote auf. Wir sind Boot Eins und haben den schneidigen Dustin als unseren Bootsführer und Kommandogeber bekommen. Leider haben weder Gabi noch Sandra Zeit ihn während der Bootsfahrt mal in Aktion zu beobachten … Aber zurück zum Einstieg. Nachdem wir unsere Schwimmwesten so eng gezogen haben, dass uns erst mal die Luft wegbleibt (Tom: „Das muss so sein, sonst verliert ihr die Dinger, wenn ihr über Bord geht“ :-)) beziehen wir unsere Plätze im Rafting-Schlauch-Boot. Da wir neben einem Zweierkajak die kleinste Gruppe sind und die Führung übernehmen, haben wir nicht nur die Natur quasi für uns sondern auch die Stromschnellen völlig unverbraucht. Der Anfang ist jedoch so harmlos, dass Dustin noch in Ruhe alle Kommandos erklären und mit uns einüben kann. Dann kommen schon die kleineren Stromschnellen, die wir mit Bravour meistern. Nach jedem Paddel-Einsatz kommt von Dustin ein “good job” (Gut gemacht). Zwischen den Stromschnellen erklärt er viel zur Umgebung und Natur. Man bekommt also nicht nur Rafting sondern auch gleich noch eine Führung. Bei der heftigsten Stromschnelle, dem Bonecrusher (zu dt. Knochenbrecher) werden wir dann so richtig naß und das wird auch fotografiert. (Sandra: eine oder zwei von diesen Stromschnellen hätten es noch sein dürfen.) Nach 4-5 richtig schönen Stromschnellen, wo wir bei jeder jauchzen und schreien, endet die Tour schneller als erwartet und wir haben noch ein Stück zum Raftingcenter zurückzugehen. Gegen 13:30 haben sich alle wieder trocken gelegt. Wir bestaunen noch unsere Fotos und kaufen uns die schönsten drei. Dann geht es erst mal zurück zum Inn.

Gabi, Sandra und Alex nehmen im Wintergarten einen kleinen Lunch ein. Nach einer kleinen Ruhepause beschließen wir noch eine Abend-Wanderung zu machen. Es geht auf Empfehlung von Debi zum Avalanche Lake.

Nachdem wir erst um kurz nach fünf starten, sind die Massen bereits auf dem Nachauseweg und wir gehen an einem malerischen wilden Bach entlang stetig bergauf. Durch einen fast verwunschen wirkenden Wald mit Moos bewachsenem Boden vorbei an großen Findlingen und weiter durch etwas offenere Baumlandschaft. Irgendwann stossen wir auf einen von allen Seiten von hohen Bergen umschlossenen See, den Avalanche Lake. Die Abendsonne taucht alles in ein wundervoll weiches Licht, so dass die Fotoapparate nur so klicken, um diese Stimmung für immer festzuhalten. Alex ist hin und weg aufgrund der 5 Wasserfälle, die von den 3 umgebenden Seiten in den See hineinfliessen. Auf dem breiten Steinstrand genießen wir fast alleine den Anblick und machen uns nach kurzer Rast wieder auf den Rückweg.

Im Auto diskutieren wir, was es heute zum Abendessen geben soll. Wir entscheiden uns einen Vorschlag aufzugreifen den wir sowohl von Hunter als auch von Dustin bekommen haben und gehen in einen Grill, den Backroom. Das Ambiente das uns empfängt lässt zwei Möglichkeiten zu, entweder die Einrichtung ist nicht wichtig weil das Essen so super ist oder weil einfach nicht mehr drin ist – leider stellt sich eher letzteres heraus. Sandra wird gerade mal so satt und Tom findet nur sehr wenig, was ihm schmeckt. Dagegen genießen Gabi und Alex zusammen eine riesige Pizza, die eher den Namen Käse mit Teig verdient hätte. So vollgefressen endet auch dieser Tag.

Auf dem Rückweg werfen wir noch schnell in einen drive inn Briefkasten (hier kann man alles vom Auto aus erledigen)‚ Gabis Postkarten ein.

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