Freitag, 27. Juli 2012: Auch eine Rückfahrt muss sein

Wer ins Hinterland fährt – will auch irgendwann wieder zurück in die Zivilisation. In unserem Fall heißt das, 650 Meilen bzw. 1.100 km nach Salt Lake City zu fahren. So nehmen wir nach einem letzten reichlichen Frühstück (Zimt-Rosinen-Arme-Ritter und Erdbeer-Mandeljoghurt) Abschied von Debi, Hunter und der streichelhungrigen schwarzen Hündin der beiden und düsen los. Unser Flug geht zwar erst Sonntag, doch uns ist nicht so klar, wie lange wir brauchen, unser Tourenprogramm hat da andere Vorstellungen wie Hunter. Klar ist, die erste Strecke geht langsamer, da wir erst mal zu einer Autobahn Richtung Süden kommen müssen. So fahren wir nochmal durchs einsame Montana, in der Ferne braune Berge, in der Nähe mehr oder weniger fruchtbare Böden, die Farmen weit verstreut, vorbei an unzähligen Kuhherden. Eine Tankstelle ist hier neben Supermarkt auch noch Poststelle und Treffpunkt des ganzen Countys.

Zum Mittagessen halten wir in einem kleinen Kaff, das immerhin gleich zwei Imbissbuden zu bieten hat – Kettenrestaurants verirren sich hierher aber nicht. Die Pulled-Pork bzw. Chicken-Sandwiches sind OK, die Besitzer sollten aber mal bei Real Urban BBQ Essen gehen um zu verstehen was richtig gutes BBQ bedeutet. Und die Wartezeit von fast einer dreiviertel Stunde auf unser Essen lässt sich auch noch optimieren. Kurz danach erreichen wir endlich die Autobahn. Doch ein Gewitter mit dazugehörigen heftigen Winden (eher schon fast ein heftiger Sturm) bremst uns erst mal aus. Gabi kann kaum das Steuer halten und bekommt es mit der Angst zu tun (Gabi: „Das kann ich nicht! Das ist mir zu schnell!“, Tom schaut auf ihren Tacho, der knapp 80 Meilen in der Stunde anzeigt…). Fast erwarten wir, Kühe an uns vorbeifliegen zu sehen. Gottseidank bleibt uns das erspart und wir rollen noch im Regen zu einem kleinen Städtchen, in dem sich ein Patagonia-Outlet versteckt hält. Unser letzter Gastgeber hat uns diesen ans Herz gelegt. Und tatsächlich finden Sandra, Alex und Gabi Kuscheljacken nach ihrem Geschmack. Für unglaublich günstige Preise! Nur Tom nicht. Er bräuchte ja einen neuen Wind Breaker, doch den gibt es nur in XS und XXL, nichts was Tom wirklich passt. Jedoch durch den Erfolg der drei ermutigt, entschließen wir uns, noch weitere 2 Stunden zu fahren. So landen wir um 19 Uhr in Idaho Falls. Wir klappern 3 Motels ab, bevor wir uns entscheiden, im Motel 6 zu übernachten. Danach steht auch schon die letzte Entscheidung des Tages an – wir gehen zum Mexikaner essen, wo wir uns Burritos, Fajitas und Sandra ein Steak gönnen. Dazu gibts Cocktails und danach noch kostenlos dazu einen kurzen Spaziergang entlang den für diese Stadt namensgebenden Wasserfälle. Diese sind künstlich unterhalb einer Staustufe angelegt und nicht sehr hoch, dafür aber etwa 300 Meter breit.

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