09.09.2012: BBQ-Bohnen für die Katz…

OK, manche Leute sind schon masochistisch veranlagt. Hier ein Beispiel. Ihr erinnert Euch noch an Jane? Nicht unsere Palme, sondern unsere Freundin, die wir als Englischtutorin kennengelernt haben? Die hatte mich ja mal zum Chili-Wettkochen herausgefordert. Damals hatten sich ja sogar ihre Schwester sowie ihr Mann gegen ihr Gericht und für meines entschieden. Doch sie hat nicht aufgegeben und schon bald kam sie zurück und wollte mich zum BBQ Beans-Wettkochen herausfordern. Nachdem ich kaum Zeit hatte und dann auch mal krank war, haben wir das Ganze zweimal verschoben, bis letztlich ein Termin feststand. Schon am Wochenende vorher stand ich in der Küche. In unserem letzten Urlaub hatten wir ja so tolle Baby Back Ribs und dazu BBQ Bohnen in der Roosevelt Lodge im Yellowstone Nationalpark. Die hatten damals ihr Rezept auf der Speisekarte abgedruckt und das wollte ich mal ausprobieren, bevor ich mich entscheide, was ich für den Wettbewerb koche. Teil des Rezeptes ist doch tatsächlich (neben 5 anderen Bohnensorten aus der Dose) eine Dose Fertigbohnen mit Speck. *Naserümpf*. Doch ich habe es mal ausprobiert und das Ergebnis schmeckt gar nicht schlecht, aber meine sind immer noch besser und außerdem kommt ja mal Fertigbohnen nicht in die Tüte, äh in den Topf. So werden mehrere Portionen von den Roosevelt Beans eingefroren.
Schon am Vorabend des Wettkampfes werden also Pintobohnen eingeweicht (die allerdings nicht mehr aufhören wollen zu quellen und so ein ganzer Schnellkochtopf voll wird). Mit eingekochtem Fleisch, Speck, selbst gemachte BBQ Sauce, all das kostet viel Zeit. Doch damit nicht genug wollen wir auch noch einen Cole Slaw Salat mitbringen, also Weißkohl hobeln und auch das noch vorbereiten. Doch was mache ich mit all den Pintobohnen die übrig sind, also weiterkochen und auch noch zwei Portionen Refried Beans für die Kühltruhe vorbereiten… so stehe ich mal innerhalb von 2 Tagen 7 Stunden in der Küche.
Gabi macht auch noch einen Kuchen… wer soll das nur alles Essen.
Als wir dann zu Jane und Joe kommen hat sie natürlich auch einen großen Topf BBQ Bohnen gemacht. Und auch einen Kuchen. Und Salat…
Nein, wir sind nicht etwa eine große Gesellschaft, sondern nur wir vier.
Und dann kommt der Satz des Tages, der all meine Mühe, die Stunden in der Küche, den Geist des Wettbewerbes wertschätzen. Jane meint, sie mag eigentlich gar keine BBQ Bohnen, worauf Gabi sagt, ja sie auch nicht. Und Cole Slaw mögen beide eigentlich auch nicht.
Na gut, dann wissen wir wenigstens für wen wir den Aufwand getrieben haben: Für Joe und mich.
Doch davon abgesehen haben wir alle ein entspanntes und unterhaltsames Abendessen. Danach zeigen uns Joe und Jane ihre Bilder von ihrem Deutschland-Trip, danach zeigen wir solange unsere Urlaubsfotos bis Jane uns einschläft 🙂

Achso, ja: Letztlich haben wir beschlossen keinen Gewinner zu küren… aber unsere Sachen waren natürlich mit Abstand besser 😉

Und: Wir haben natürlich das meiste meiner Bohnen eingefroren, sowie fast den gesamten Kuchen (x – 2 Stückchen) an Gabis Kollegen verfüttert. Der war aber auch lecker (sagt Gabi) – ich hatte glaube ich nicht mal ein einziges Stück probiert nachdem ich irgendwann am Abend Magenprobleme gekriegt hatte – vermutlich ob des ganzen Wettkampfstresses.

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