15.09.2012: Endlich mal ein einfacher Start in den Urlaub

Ihr kennt das ja. Urlaubsreif nach dem Urlaub? Am Besten gleich wieder einen Urlaub machen. So was haben wir uns in etwa auch gedacht als wir gleich nach dem Wyoming und Montana-Urlaub wieder einen Urlaub in Reichweite hatten. Grund für die nur 6 Wochen dauernde Lücke zwischen den Entspannungs?-Phasen ist aber Robert Geuß, der eben nur genau zu diesem Zeitpunkt Urlaub bekommen hat. Diesmal findet das Rendezvous in Boston statt. Wir erinnern uns noch mit Grausen an das Chaos bis Sandra und Alex endlich nach Salt Lake City gepaddelt waren. Diesmal startet für uns alles am frühen Nachmittag als das Taxi wie immer viiiiiel zu früh vor der Tür steht und es am letzten Tag viiieeeel mehr als gehofft zu tun gibt. Schuld ist, dass sowohl Gabi als auch Tom derzeit total Stress im Geschäft haben – bei Tom ist der vor allem durch den Urlaub gemacht (er muss alle Gehaltslesungsvorbereitungen zwei Wochen vor der Zeit abschließen). Bei Gabi liegt das an der in ihrer Arbeit spontan aufkeimenden Panik als allen klar wird, dass jetzt alle Systeme runter gefahren werden um die Trennung der Firma in zwei eigenständige legal agierende Firmen vorzubereiten. So kommen wir nicht groß zum Packen, Umpacken, … was sich bald auch noch rächen sollte.

Zurück zum Taxi. Wir sind irgendwann fertig und schon nach wenigen Metern stellen wir fest, dass uns die Flugunterlagen fehlen. So drehen wir noch einmal um, finden diese aber gleich im „Schmierpapierstapel“ im Drucker, wo sie bereits hin verbannt wurden. Dass wir eigentlich über einen Umweg von weniger als 2 km reden und die zweite Abfahrt von unserem Haus immer noch vor der eigentlich geplanten liegt, hindert unseren indischen Taxifahrer nicht, das Taxometer anzuwerfen, was Tom zu einem Wortgefecht mit ihm herausfordert. Wir kommen trotzdem problemlos am Flughafen an und werden nicht unterwegs ausgesetzt. Der Flug ist noch belangloser und am belanglosesten ist es, unser Gepäck entgegen zu nehmen. Ein alles in allem wahnsinnig toller (alle im Chor bitte: „belangloser“) Flug. Wir haben uns am Mietwagenschalter verabredet, und wir müssen nicht mal auf den Shuttlebus warten. Jetzt heißt es hoffen, Robert kommt irgendwann gut an… bis das Shuttle am zweiten Terminal die Türen öffnet und das Hoffen abrupt ein Ende hat. Robert steigt in den Shuttlebus ein. Ist DAS nicht Timing? Sandra und Alex könnten sich daran mal ein Beispiel nehmen 🙂 Anders ausgedrückt: Perfekter kann das wohl nicht laufen.

Wir lehnen dann noch das „nur 4$ mehr pro Tag“ Angebot eines Upgrades auf einen Geländewagen ab. Was wollen wir in dieser Gegend mit so einem unhandlichen Spritfresser. Leider findet dann unsere Autovermietung keinen Mietwagen in unserer gewünschten Größe, so dass wir zähneknirschend das kostenlose Upgrade auf die große Variante der Limousine akzeptieren 🙂 Höhöhö…

Danach geht es in das Chaos der Straßen von Boston. Naja eigentlich wollen wir da gar nicht in die Stadt rein, doch die Beschilderung ist so unglaublich schlecht, dass wir es schaffen uns nicht nur viele Meilen Tunnels sondern auch die Skyline von allen Seiten anzuschauen. Und das Blödeste: In Tunnels funktioniert das GPS nicht, so dass wir eher nach Windrichtung und „eher rechts“ navigieren. Doch auch so finden wir letztlich irgendwann aus Boston raus und in die richtige Richtung. Unsere erste Unterkunft ist ca. eine halbe Stunde nordöstlich in Städtchen Marblehead (Robert: „Kaff mit dörflichem Flair“. Gabi: „Traumhaft“ (sie findet alles, was eine gewachsene Straßenstruktur hat und älter als 80 Jahre ist, anziehend). Wir finden irgendwann unsere rustikale Unterkunft. Sie ist direkt am Hafen. Das Zimmer versprüht wenig Charme, dafür hat es, wie wir am nächsten Tag feststellen, sogar Meerblick. So ist die Frage Abendessen angesagt, wir werden auf ein Pub am Hafen verwiesen, wo aufgrund von Live-Musik es so laut ist, dass wir erst mal weiter wandern. Nachdem die Herren sich nicht auf das nächste Restaurant einlassen wollen „furchtbar dunkel“ und beim nächsten die Küche schon geschlossen hat – sitzen wir dann doch im lauten Pub und das Essen ist erstaunlicherweise gar nicht mal schlecht.

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