September 2012.: Mit Robert unterwegs – Teil 1

Zurück in Buffalo Grove muss Tom gleich wieder ins Geschäft. Ich dagegen habe frei genommen, um Robert unsere Gegend, Chicago und die Outlet Malls zu zeigen. Die Highlights berichten wir in extra Artikeln, doch das heißt nicht, dass nicht auch Robert und ich alleine unseren Spaß gehabt hätten 😉 Mit Robert kann man gemütlich frühstücken – das ist immer schon unser erstes Highlight des Tages 😉 Beim Shoppen amüsiere ich mich köstlich mit ihm. Zum einen ist er für nen Mann erstaunlich ausdauernd. Zum andern legt er auch schon mal einen Rock’n’Roll aufs Parkett, um der Verkäuferin und sich zu zeigen, ob die Jeans zum Tanzen geeignet ist. Vorher hatte die Dame noch geglaubt, Robert scherzt als er sagte, die Jeans ist zu eng an den Beinen um damit zu tanzen – ihr fallen die Augen fast raus als Robert mit der nächsten Jeans loslegt, um die Tauglichkeit genauer zu prüfen!

Ausdauernd schauen wir uns die Innenstadt von Chicago an, fahren mit der U-Bahn, die in diesem Bereich eine oberirdische U-Bahn ist, sogar rund um den sogenannten Loop herum. Robert sieht alle Sehenswürdigkeiten, die ich jedem Besucher zeige, daher gibt es davon nicht so viele Bilder – kennt ihr ja schon alles. Da schon eher noch ein „Robert isst“-Bild von der Cheesecake-Factory. Ein Restaurant, das Tom nicht mag und ich umso mehr. Auch Robert mag das Design – selbst die Toiletten sind mit Mosaik und hochwertiger Einrichtung extra-edel – und das Essen dort. Allerdings kann er seine Augen nicht von der Decke lassen, die in etwa so wirkt wie ich mir das Innere eines Muskels vorstelle… Ich habe fast Angst, er hat noch heute davon Alpträume. Gut, dass ich irgendwann zur Eile drängen musste – unser nächster Termin wartete (wer glaubt, Tom hat noch keinen Einfluss auf meine Disziplin selbst im Urlaub genommen, täuscht gewaltig. Bin jetzt ein Jachmann. Da wird net getrödelt! 😉 Das muss auch Robert feststellen…)

Doch das ist alles zu Roberts Gunsten: Wir wollen nämlich eine geführte Tour durch Soldier Field mitmachen. Ähh, Robert will. Ich plane, mich in die Sonne zu setzen und die Seele baumeln zu lassen. Denn was interessiert MICH ein Stadion für amerikanischen Football. OK, es ist das Stadion der legendären Chicagoer Baers. Durch Zufall auch noch Roberts Lieblingsmannschaft. Soweit, so gut. Wir hetzen also zum Stadion (denn ich bin noch nicht Jachmann genug, um schon 15 Minuten vor der Zeit dort zu sein wo wir hin müssen…), nur um am vereinbarten Tor festzustellen, dass dieses fest verschlossen ist.  Doch wir sind nicht die einzigen, die warten. Etwa 10 Leute sind versammelt – wir alle versuchen, den Ansprechpartner für diese Tour an die Strippe zu kriegen – vergeblich. Schließlich quatscht einer der Wartenden einen Polizisten an, der für uns tatsächlich den Weg frei macht! Dieser kommt nämlich ins Stadion und 5 Minuten später werden wir abgeholt. Ich bin so perplex dass es doch noch klappt, dass ich mitgehe. Wenn so heiß für etwas gekämpft wird, muss es ja gut sein, oder? So geht unsere Tour am Spielfeld vorbei (Robert steigt verbotenerweise auf den heiligen Rasen, ich fotografiere schnell…), durch die riesigen Katakomben unter den Tribünen, die große Küche und die Mannschaftskabinen mit Massageliegen. Dann ist unser Führer plötzlich weg und wir sind allein. Wir laufen einer anderen Tour hinterher (deren Guide wesentlich ausführlicher berichtet). Irgendwann wird uns klar – diese Tour ist die richtige Tour, ALLE noch Wartenden waren wohl zu spät dran 😉 Egal, wir genießen den Rest der Tour, die uns zu der First-Class-Tribüne führt, von der man einen genialen Blick auf das Spielfeld hat. Natürlich warm und regen- geschützt! Die Preise sind allerdings unvorstellbar hoch. Schon normale Dauerkarten außen kosten ca. $1500 aufwärts – doch du hast eh keine Chance eine zu kriegen, die Warteliste ist bei etwa 100 Jahren. Für eine Lounge kann man dagegen schon mal leicht eine viertel Million pro Jahr hinlegen, hat dadurch aber mit Sicherheit „Freunde“ die man vorher noch nicht mal kannte…

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