28.09.2012: Kreuz und quer durch Downtown und viel Spaß zu viert

Der Freitag naht und ich nehme die Erzählung wieder auf so gegen Mittag, als ich mit einem halben Tag Urlaub von Gabi und Robert abgeholt werde. Wir fahren gleich mal los Richtung Innenstadt – mit dem Auto. Und das trotz schlechter Erfahrungen. Doch diesmal stehen wir nach kaum mehr als einer halben Stunde vor unserem Standardparkplatz auf dem wir schon den ein- oder andern Abend geparkt haben. „Vor 17 Uhr nur für Mitarbeiter der Firma …“. Upps. So folgen wir also unserer Karte Straße für Straße bis wir irgendwann einen Parkplatz finden, der a) uns auch parken lässt, b) noch Parkplätze hat und damit c) ziemlich abseits der nächsten U-Bahn-Haltestelle und natürlich d) auch noch teuer ist. Doch immerhin stehen wir auf einem. Und, wie wir unserer Karte entnehmen nicht mal so schlecht wenn wir bedenken, was wir heute Abend vorhaben…
Wir schwingen uns jedenfalls erst mal in die U-Bahn und wollen zum Adler-Planetarium um dort die 15:30 Uhr Show und die Ausstellungen anzuschauen. Auf dem Weg dorthin entscheiden wir uns aber für einen Umweg zur Buckingham Fountain, einem pompösen Springbrunnen, den man laut Chicago-Reiseführern absolut gesehen haben muss (wohl auch wegen der phantastischen Kulisse der Skyline im Hintergrund). Für uns gestaltet es sich etwas zum Umweg, denn alle Plätze und Wege auf dem Weg zum Brunnen sind bereits für den am kommenden Wochenende stattfindende Marathon abgesperrt. So bewundern wir kurz die Buckingham Fountain sowie den Wortwitz der angrenzenden Burgerbude namens „Buckinghamburger“ und sind auch schon wieder auf dem Weg zum Planetarium. Dieses ist am äußersten Ende einer Landzunge gelegen, hinter dem Field Museum und Shedd Aquarium. Und hier pfeift der Wind – alle die ihre Jacken mitgebracht haben, ziehen diese an – lediglich Tom friert (Siebhirn!). An der Kasse kommt dann die böse Überraschung (wohlgemerkt wir schreiben den 29.9.): „Im Winter haben wir nur bis 16 Uhr geöffnet…“ BITTTEEE? So schauen wir uns also nur den 3D Film an, stöbern noch ganze 10 Minuten danach in der Ausstellung bis man uns raus wirft.
Wie kommen wir zurück Richtung Auto? Laufen ist zu weit… U-Bahn – eine Möglichkeit, aber auch die ist weit weg, so entscheiden wir uns für das Wassertaxi das uns bei ziemlichem Wellengang zum Navi Pier bringt. Doch halt, nicht einfach bringt: Die wunderbare Skyline Chicagos ist vom Wasser aus einfach unschlagbar schön! Zudem fahren wir noch an einem Segelschiff vorbei, auch interessant!

Am Navi Pier schauen wir uns kurz um, bis wir beschließen noch einen schnellen Abstecher auf der Magnificent Mile zum Macy’s zu machen, bevor wir unsere Abendverabredung treffen. Tom braucht nämlich ne neue Jacke. Das Macy’s erreichen wir mit kaum mehr 10 Minuten zum Einkaufen und suchen auf dem Directory wo es denn die Jacken für Herren gibt:

  • Stockwerk 1: Damen: Kosmetik, Düfte und Schmuck
  • Zwischengeschoss: (Damen-)Handtaschen…
  • Stockwerk 2: Damen: Modeaccessories, Socken und Schuhe
  • Stockwerk 3: Damen: Impulse-Moden, Damen-Toiletten
  • Stockwerk 4: Damen: Sportbekleidung, Neo-Moden
  • Stockwerk 5: Damen: Weitere Sportbekleidung
  • Stockwerk 6: Damen: Jacken, Schwimmbekleidung und Anzüge (achja und Toiletten auch für Herren)
  • Stockwerk 7: Damen: Intimartikel
  • Stockwerk 8: Der Rest. Also Haushaltswaren, Koffer, Kinderbekleidung und … Herrenbekleidung (Anzüge, Schuhe, Sportbekleidung – alles an einem Fleck zusammengepresst)

Das nenne ich mal eine Balance, wo der Herr von Welt auch gerne einkaufen geht – irgendwo zwischen Koffern und Stramplern kann er dann seine Klamotten aussuchen. Tom schafft es jedoch trotzdem innerhalb der verbleibenden 10 Minuten eine neue Jacke und eine Weste auszusuchen, die beiden Verkäufer brauchen danach allerdings fast dieselbe Zeit die beiden gekauften Artikel zu berechnen und (die stellen sich so an als hätten sie das noch nie gemacht) diese auch in einer Tüte zu verpacken.
Wir also zurück zum Auto gehetzt und schnell andere Schuhe angezogen. Warum die ganze Eile? Genau, unsere Verabredung. Vor dem Zed 451 wartet schon Andi R. als wir angehechtet kommen. Der besucht Verwandte in der Gegend, macht Urlaub und hat sein Versprechen wahr gemacht sich zu rühren, wenn er da ist. Ist das nicht genial!!! Wir haben uns mit ihm vor dem tollen Restaurant verabredet, wo wir letztes Jahr schon mal zur Weihnachtszeit waren. Eine entspannte Atmosphäre (auch wenn Robert etwas Probleme hat bei dem gedimmten Licht die Getränkekarte zu lesen), eine unaufdringliche aber sehr wache Bedienung, eine unglaubliche Auswahl an Beilagen und soviel-du-nur-magst Fleisch und Fisch direkt an den Tisch gebracht. Wir schwelgen nicht nur im gutem Essen sondern auch in gegenseitigen Erzählungen.
Bei Robert geht sogar noch ein Nachtisch und dann ziehen wir weiter ins Howl at the Moon, die Duelling Piano Bar, wo wir schon des öfteren waren. Vollgestopft wie immer, doch diesmal will nicht so richtig die sonst übliche Stimmung aufkommen, trotzdem nett. Nachdem wir aber nicht vom Hocker gerissen werden vor Begeisterung und Andi – noch jetlag-geplagt – die Augen zufallen, packen wir es dann bald und fahren alle vier zu uns nach Hause – auf Andi wartet das Sofa, denn morgen früh haben wir weitere gemeinsame Abenteuer geplant…

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Eine Antwort zu 28.09.2012: Kreuz und quer durch Downtown und viel Spaß zu viert

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