29.09.2012: Spieltag der 4. Mannschaft… oder so ähnlich

Nach einer kurzen Nacht brechen wir mit einem kleinen Frühstück (Andi), dem typischen oppulent belegten Bagel (Gabi) und zwei leeren Mägen (Robert – „mit Frühstück vor dem Sport habe ich schlechte Erfahrungen gemacht“ und Tom – „ich würd mich kotzen…“) auf in Richtung Elk Grove. So kommen wir dort einige Stunden lang zu guten und spannenden Badmintonspielen. Es ist wirklich schön mit Flügelrädlern zusammen zu spielen. Nur das „es gibt keine Duschen, man zieht sich danach einfach um“ erzeugt bei den reinlichkeitsbewussten Gästen für Stirnrunzeln. Wir hatten dieses Stirnrunzeln bestimmt am Anfang auch, aber wie man sich doch an andere Sitten und Gebräuche gewöhnt.

Kurze Story zum gleichen Thema von einigen Wochen später: Ein Spieler in Elk Grove bezeichnet Badminton als „sozialen Sport“ und meint, Badmintonspieler können eigentlich gar nicht böse sein. Irgendwie kommen wir von „Sozial“ auf Mannschaftsspieltage im Badminton und dass die bei uns früher immer mit der ein und meist auch anderen Flaschen Sekt gefeiert wurden. Ich meine noch so (um die umstehenden Chinesen, Inder und Amis zu schocken, dass man durchaus auch mal gemeinsam als Team duschen gegangen ist). Darauf erst Stille, dann Entsetzen. Ich meine wirklich alle Männer gemeinsam??? Frauen aber schon getrennt, oder? Ich erkläre, es gäbe normalerweise immer Männer und Frauenduschen, aber eben nicht abgetrennte Kabinen wie in den USA. Große Augen! Im selben Gebäude??? Mein großes Mundwerk macht da natürlich nicht halt und ich meine, wir hätten auch schon das ein- oder andere Mal ALLE in einer Dusche mit Sekt geduscht. Blanken Entsetzen. Einer meint sogar, dafür gäbe es ein Wort „Orgie“. Ich habe es wohl nicht geschafft zu erklären, dass nicht jedes Land so prüde wie die Amis ist und dass gemeinsames Duschen mit Sekt genau das ist. Gemeinsames Duschen mit Sekt. Mehr nicht. Was will man von einem Land erwarten, wo Saunen mit Hose und T-Shirt besucht werden…

Zurück zu unserer Story. Wir fahren also irgendwann los und zwar geradewegs Richtung Lake. Unterwegs schnappen wir uns noch einen kleinen Snack in einer Bude an einer Straßenecke und fahren dann noch etwas auf dem Campus der Northwestern University spazieren auf der Suche nach dessen Stadion. Das Football-Spiel ist gerade aus, doch erst finden wir das Fußball-Feld (ja, gibt es wirklich, wenn auch nicht mit 100.000 Zuschauerplätzen wie das Football-Feld sondern vielleicht mit 1000. Doch der Blick auf die im leichten Dunst liegende Skyline von Chicago ist von hier aus super. Danach wandern wir wirklich noch kurz auf dem Parkplatz vor dem Football-Stadion herum, kommen aber natürlich nicht ins Stadion hinein.
Es geht leicht nördlich, wo wir erst Andi bei den Bekannten seiner Eltern absetzen und danach uns erst den Baha’i Tempel ansehen und dann auch noch mal an den Strand zum Wasser gehen.
Danach fahren wir die Sheridan Road nach Norden vorbei an den dekadenten Villen und Schlösschen. Wir halten am Real Urban BBQ wo Robert allerdings (noch drei Hot Dogs im Magen) die 7 Pfund-Fleisch-Herausforderung ablehnt, und lediglich ein normales Abendessen zu sich nimmt…
Das war wirklich schön, einige Stunden mit Andi verbringen zu können!

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