06.11.2012: Gabi, Barack und Francesca

Alle haben darauf hin gefiebert. Kein Datum wurde in den Nachrichten häufiger erwähnt. Die Spannung erfasst an diesem Tag das ganze Land: Ich habe Geburtstag 😉

OK, alle um mich herum dürfen so nebenbei noch wählen – doch eigentlich dreht sich das ganze Brimborium um mich, oder? Naja, Tom kann ich nicht fragen, er muss seinen Chef  in der Schweiz vertreten. Am Morgen weckt er mich per Telefon aber trotzdem, er lässt sich das nicht nehmen mir noch im Bett zu gratulieren 😉 Meine Eltern folgen per Skype in der Küche schnell nach, für mehr habe ich keine Zeit: Ich gehe arbeiten.

Nachdem ich an diesem Tag also schon zum ersten Mal in meinem Leben gearbeitet habe, wollte ich auf jeden Fall zumindest abends feiern dieses Jahr – daraus ist mal deutlich nichts geworden. Wen sollte ich auch einladen? Kollegen sind auf Parteiveranstaltungen, kleben vor dem Fernseher oder haben genau wie viele meiner Bekannten und Freunde hier (kleine) Kids und keine Möglichkeit, mit mir um die Häuser zu ziehen. Und eigentlich will auch ich nur heim – nach einem stressigen 11 Stunden Arbeitstag! Nach einem Stopp bei Ivy und Angie, die mir einen tollen chinesischen Schal bzw. ein bezauberndes Säuglingslächeln schenken, geht auch endlich unsere Garagentür auf.

Und ich trau meinen müden Äuglein nicht: Mitten in der Garage steht ein riesiger Blumenstrauß. Jemand Fremdes war in unserer Garage! Nach einem ersten Anflug von Panik entscheidet meine Vernunft, dass Diebe wohl kaum einen Blumenstrauß da gelassen hätten. 😉 Da finde ich auch schon die Karte. Nein, kein romantischer Gruß meines reuigen Ehengattens – die wirklich schönen Rosen sind von seinem Chef, der sich damit bei mir bedankt, dass ich „Tom in meiner Geburtstagswoche habe verreisen lassen“. Das macht es natürlich nicht wett, besänftigt meine Laune aber zugegebener Maßen durchaus.

Den Rest des Abends verbringe ich damit, Barack anzufeuern, chinesische Eierrolle und deutsche Kürbissuppe zu verputzen (ersteres sind Reste von Ivy, die mir dort liebenswerter Weise untergeschoben wurden). Plus natürlich damit, Geschenke von Tom und Nadine und Kerstin auszupacken! Meine neue Uhr und die Ringe werden gleich am Tag darauf von den Kolleginnen sehnsuchtsvoll begutachtet und das „Fürther Kerwa“-Paket versetzt mich minutenlang in die Innenstadt der Kleeblattstadt. So fühl‘  ich mich gar nicht allein und nachdem Baracks Sieg sicher erscheint, verzieh ich mich ins Bett.

Was Francesca damit zu tun hat wollt Ihr wissen? Das ist ganz einfach. Eigentlich war Samstag der 10. November dann mein richtiger Geburtstag: Mein sehnlichst vermisster Ehemann ist wieder aufgetaucht, ein weiteres Päckchen von meinen Eltern und meiner Schwester konnte ausgepackt werden und Tom und ich haben Samstag Abend bei Mia Francesca, meinem Lieblingsitaliener hier, auf die alte Gans äh auf ein tolles neues Lebensjahr angestoßen. Prost meine Lieben!

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