17.11.2012: Thanksgiving bei Jane

Wochenlang haben wir keine Einladungen und verbringen die Samstagabende traurig im Dunkeln daheim 😉 Dann naht der 17. November und schon flattern gleich zwei Einladungen in unsere E-Mailboxen: Toms Arbeitskollege Mike lädt zu einer seiner legendären Weinpartys und Jane zu einer vorgezogenen Thanksgiving-Feier für viele ihrer ehemaligen und derzeitigen Studentinnen. Nach einigen Diskussionen entscheiden wir uns, uns zu trennen. Tom lässt sich von Steve mit zu Mike nehmen während ich zu Jane fahre.

Ich bin schon gegen halb vier bei ihr, habe ich ihr doch versprochen, vorher ein bißchen mit vorzubereiten. Nach ein bißchen Tischerücken (Jane erwartet 40! Gäste) geht es ab zum Küchendienst. Ein traditionelles Thanksgiving-Essen enthält gebratenen Truthahn, Kartoffelbrei, Cranberry-Soße und Stuffing (das Zeug, das wir langweiligen Deutschen IN den Truthahn stopfen). Als Dessert wird gerne Kürbiskuchen nachgeschoben. Dieses volle Programm hat Jane bereits vorbereitet (3! Truthähne, um genau zu sein). Das hält Jane aber nicht davon ab, auch ein riesiges Vorspeisenbuffet bieten zu wollen. Also schnippel ich Unmengen von Gemüse inklusive einer interessanten mexikanischen Kartoffel, die man roh essen kann. Danach richte ich Kräcker, Käse, Weintrauben und Dips und räume ein bisschen die Küche auf, als auch schon die ersten Gäste klingeln. Alle sind wie ich Expats, also Paare die aus beruflichen Gründen für begrenzte Zeit in die USA gekommen sind. Egal ob wir aus Brasilien, Mexiko, Polen oder Österreich stammen – bald schwirrt die Luft von Smalltalk mit mehr oder weniger starken Akzenten! Alle haben ein traditionelles Gericht aus ihrer Heimat mitgebracht und so erweitern sich Vorspeisen- und Dessertbuffet gewaltig.

Wir schlemmen also was das Zeug hält. Da aber nur 20 Leute kommen, bleiben Berge übrig, ganze Truthähne! Mein nicht ganz so traditionelles Adventstiramisu wird jedoch von allen gelobt – wenn es auch nicht vom Design her mit der perfekten österreichischen Sachertorte mithalten kann 😉 Die Gespräche drehen sich über Schwierigkeiten und Stolperfallen als Expats, fehlende Kredithistorie, Unglauben der Amis dass man bar zahlen will etc. Irgendwie scheint jeder so seine Anfangs-Problemchen zu haben und es werden fleißig Tipps ausgetauscht. Später spielen wir – Jane die Englischdozentin kann es halt nicht lassen 😉 Apple to Apple, ein Spiel bei dem man eine Reihe von Wörtern, Namen oder kurzen Aussprüchen besonders treffend Adjektiven zuordnen soll. Die witzigste oder treffendste Auswahl gewinnt. Beispiel gefällig: gefährlich und Osama Bin Laden hat eine Runde gewonnen… Hier ein paar Impressionen von dem richtig schönen Abend:

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