Lampendesign für werkzeuglose Möchtegernbastler

Wir können uns wirklich nicht über das Wetter beschweren. Hier ist eigentlich die meisten Tage im Jahr Sonne doch im Winter haben wir natürlich auch das Problem, dass man früh im Dunkeln aus dem Haus geht und Abends im Stockdunkeln wieder das Geschäft verlässt – und das nicht nur, weil wir derzeit teilweise verrückte Arbeitspensen hinlegen.

Gabi meint noch, sie wolle sich mal nach einer Tageslichtlampe umschauen, doch ich versuche die Dunkelheit in unserer Wohnung durch eine andere Bastelarbeit zu verringern. Vielleicht erinnern sich noch einige an unsere Designer-„Stachellampe“ aus dem Wohnzimmer in Nürnberg. Doch wie hängt man eine solche Lampe ohne die Decke anzubohren (die vermutlich nur aus Pappe oder so besteht). Und dazu habe ich ja noch das Gegenteil einer gut ausgestatteten Werkstatt.

Themenwechsel. Was ist der beste Fernsehsender im amerikanischen Fernsehen? (Naja, gut ich übertreibe etwas) Food Channel. Ohne Witz. Wenn man einfach abschalten will schaut man sich eine der verschiedenen Wettkampfkochsendungen an und braucht dafür weder die Sendungen vorher gesehen zu haben, noch der Handlung folgen. Da gibt es eine Sendung „Chopped“, wo die Teilnehmer aus einer irren Auswahl an zu verkochenden Zutaten etwas leckeres zaubern müssen.

Zurück zum Thema Lampe: So komme ich mir auch vor. Anders ausgedrückt: Was kann ich bauen, was nicht ein Arsenal an Werkzeugen und Material braucht?

Die Lösung, die mir letztlich einfällt ist, die Lampe gar nicht von der Decke zu hängen, sondern als eine Bogenlampe zu bauen. Dafür kaufe ich ein 1/2 Zoll 12-Fuß-langes weißes Plastikrohr. Ich denke mir, wenn ich da am Ende die Lampe hin hänge und die Stromleitung durch das Innere des Rohres führe, dann kriege ich wohl eine durch das Gewicht der Stachelkugel leicht gebogene Lampe.

So befestige ich einen dünnen Metalldraht als Aufhänger an die Kugellampe, säge eine Rille an das Ende des Rohrs um diesen Metalldraht zu halten. So schnell, schon fertig. Super! Schnell ausprobiert….

äh, ja. wie hieß es früher so schön auf AFN „back to the drawing board“ (zurück ans Reißbrett). Das Gewicht der Lampe biegt das Plastikrohr bis zum Boden. Da hätte ich die Lampe auch einfach auf den Boden legen können, wenn ich das hätte erreichen wollen.

Der zweite Ansatz ersetzt das Plastikrohr (braucht jemand ein nur leicht angesägtes?) durch ein 1/2 Zoll Kupfer-Wasserrohr. Warum ich das nicht von Anfang an genommen habe ist mir eigentlich unklar, denn das Rohr biegt sich exakt genug durch und mit Stahlwolle poliert und mit Klarlack versiegelt sieht das Rohr auch noch genial aus – und passt exakt zur Farbe der Lampe.

Frage 2: Wie befestige ich die Lampe? Ein Holzgestell? Zwei Aufhängungen in die Wand und eine Halterung dazwischen? Eine Haushaltshilfe einstellen die sie festhält? Die Lösung kommt von Amazon. Genauer ein Amazon-Karton. Aus einer Ecke des Kartons schneide ich eine Pyramide aus, die genau über die hintere Armlehnenecke unseres Sofas passt. Noch zwei Löcher nahe der Ecke geschnitten und die äußerste Spitze der Ecke leicht abgeflacht und zusammen mit einem Kabelbinder ist eine super-stabile und super-einfache Halterung geboren (Patent pending)

Bevor ihr schreit: Die Leitung muss ich noch mit schwarzem Isolierband umwickeln und die Lüsterklemme verstecken, aber ansonsten bin ich duchaus zufrieden.

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