20.-28.03.2013: It never rains ins Southern California

Meine liebe Frau hat mich ja zum Strohwitwer gemacht und ist nach Deutschland ausgebüchst. Sie hat dafür einen guten Grund: Anne, ihr Patenkind und meine liebe Nichte, hat Konfirmation. So sitze ich also die nächsten Wochen alleine daheim und trauere so vor mich hin… Hah! Nicht ganz. Ich soll einen Architekturworkshop leiten, und nachdem wir noch einen Experten aus Deutschland, einen aus der Schweiz und einen aus Texas einfliegen, gehen die angesetzten 5 Tage nur verteilt auf Donnerstag bis Mittwoch – mit einem Wochenende dazwischen. Und der Workshop findet in Südkalifornien statt, genauer in San Diego. So fliege ich mehr oder minder 3 Stunden vor Gabi aus O’Hare ab. Mehr, weil ich mich drei Stunden vorher mit dem Taxi zum Flughafen fahren lasse, minder weil der Flieger einen Schaden hat und das Tauschen der Maschine uns eine 90 minütige Verspätung beschert.

In Buffalo Grove ist es kalt und schneeig, am Zielort hat es immerhin 17 Grad Celsius und strahlendes Wetter.

Über den Workshop kann und will ich nichts schreiben, außer dass er intensiv, anstrengend und die Tage lang sind. 12 bis 14 Stunden Tage sind hier die Tagesordnung und am Samstag fühle ich mich schlecht, als ich nur 8 Stunden schaffe – aufarbeiten, vorbereiten und schließlich muss das normale Business ja auch noch weiterlaufen.

Immerhin sitzen wir beim Mittagessen meist in der Sonne draußen und auch am Abend ist das Essen wirklich super. Hier drei Highlights:

Donnerstag gehen wir Abends in eine der schrillsten Taco-Locations, die man sich vorstellen kann – das Internet macht’s möglich, habe ich Mucha Libre schon vorher ausfindig gemacht – und es ist sogar noch „um die (amerikanische) Ecke“. Ich hatte am Mittwoch Abend schon mal versucht mir was zu holen, doch da war die Schlange ewig, am Donnerstag bin ich mit Kollegen da und wir erwischen eine Lücke im Andrang, gleich nach uns stehen sie wieder aus dem Laden bis auf den Gehsteig hinaus. Die beiden Fisch-Tacos die ich habe sind super lecker, aber vor allem ist es die Deko und das Ambiente das den Laden so phantastisch macht. Hier geht alles um das mexikanische Wrestling – und die bunten Masken die mit dem Volkssport einhergehen wie im Badminton der Sekt nach einem Spieltag :-). San Diego scheint ein billiges Pflaster zu sein, ich zahle gerade mal $11 für die beiden Tacos, einer Schale Nachos und eine Jarritos-Limonade, also ca. 7 Euro.

Am Freitag Abend überrede ich die Kollegen Sushi Essen zu gehen, in derselben Straßen sind wir am Tag zuvor an einem Sushi-Laden vorbeigekommen, der vermutlich noch nicht offen hatte, denn die Leute standen alle vor dem Laden. Am Freitag lernen wir gleich ein paar Dinge: Der Laden hatte offen, das war die Warteschlange und die Warteliste ist ellenlang. Wir lernen auch, dass der Laden zum „Besten Sushi in San Diego“ gekürt wurde, deshalb wohl auch die Schlange. Wir schreiben uns also in die Warteliste, genießen (ohne Jacke) die untergehende Sonne und den lauen Abend. Nach 70 Minuten kriegen wir einen Tisch, bestellen und kriegen extrem schnell unser Sushi. Jetzt wissen wir auch, warum die hier so beliebt sind. Das Sushi ist phantastisch. Raffiniert, frisch, vielfältig und einfach nur lecker. Achja, um das mit dem Preis aufrecht zu erhalten: Ich zahle für 20 Stücke Sushi, einer Miso-Suppe und einer Limonade $22.

Am Dienstag Abend folgen wir einer Empfehlung der Kollegen und gehen ins Jake’s in Del Mar. Ein Nobelrestaurant mit einen unvergesslichen Blick auf den Sonnenuntergang (der sich heute leider schamhaft in einer leichten Bewölkung versteckt. Das Restaurant ist brechend voll – wieder mal eine Stunde Wartezeit, doch auf der Außenterasse ist noch ein Tisch frei. Zugegebenermaßen mit Unterstützung der Wärmestrahler ist es hier auszuhalten. Das Essen ist sehr lecker, doch wen interessiert das schon, nachdem wir dem Tipp von Tom N gefolgt sind und einen Orange-Blossom-Margaritha bestellt haben. Hier soll es „von Schauspielern und Berühmtheiten“ nur so wimmeln, aber ihr kennt mich ja, die könnten genau vor mir stehen und ich würde sie nicht erkennen…

Das private Highlight der Geschäftsreise war allerdings das Wochenende, über das ich in den nächsten beiden Artikeln ausführlich berichten werde.

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