05.05.2013: Bayerischer Brunch am Fuße der Burg

Ihr kennt das ja. Man steht so im Kollegenkreis zusammen und erzählt von Bratwürstchen, Hackfleischbällchen und Leberkäse. Kaum hat man sich versehen, haben die Augen der zuhörenden Kollegen einen sehnsüchtigen Glanz angenommen und man steht in einer Lache aus Speichel, die diesen in Strömen aus dem Mund fließt. Was bleibt einem da anderes übrig als die bayerische Kultur in die große weite Welt zu tragen? Richtig, wir sind einfach Gutmenschen 😉

So kommt es also, dass Gabi schon einige Wochen vorher im Internet aus dem amerikanischen „Oktoberfest“-Shop Accessoires bestellt um unser Wohnzimmer in ein bayerisches Bierzelt zu verwandeln. Naja fast. Jedenfalls laden wir zum BB. Bayerischen Brunch. Wir sind zu neunt und haben vergessen, die anderen 20 einzuladen, die uns helfen sollen das umfangreiche Buffet zu stürmen. Es gibt Weißwürste, Wienerle, Leberkäse, Nürnberger Bratwürstchen und eine Käse- und Wurstplatte. Dazu knuspriges Roggenbrot, Brezeln und Laugenstangen. Ihr fragt euch, wo wir das alles her bekommen im ignoranten Amerika? Lassen wir einfliegen im Container. – Just kidding (nur Spaß). All diese Lebensmittel kann man hier im Norden Chicagos in den Supermärkten finden. Nicht alles im gleichen Laden allerdings. Wir müssen insgesamt 6 Shops abfahren, um alle Produkte und Zutaten zu kriegen. Denn natürlich sind wir auch kreativer tätig und servieren weitere, selbst gemachte Gerichte: Fleischküchle, Obatzt’n, Wurstsalat, pochierte Eier, Kartoffelsalat mal zwei sowie Erdbeerkuchen. Wir führen unsere Gäste an süßen Senf und Hefeweizen heran – auszuzeln will allerdings keiner seine Weißwurst 😉

Dann ist da noch die Geschichte der zweierlei Kartoffelsalate. Tom macht seinen mit Gewürzgurken, Eiern und Mayo. Total saftig, lecker. Gabi: Doch nicht traditionell. Daher macht sie einen fränkischen, mit Essig und Öl so wie man ihn halt im fränkischen Wirtshaus kriegt. Beide werden in Glasschüsseln gepackt und Tom stellt sie auf dem Buffetttisch nebeneinander hin. Begründung von Tom: Gabi’s Kartoffeln können dann rübergucken und sehnsüchtig jammern: „Oh ist das schön da drüben, und wir müssen in der Essigbrühe schwimmen.“

Alle Gäste sind begeistert und versuchen zumindest alles zu kosten was unser Buffett hergibt. Begleitet wird der Schmaus von lebhaften Gesprächen und gelegentlichen Überfüllungs-Seufzern. Nach 4 bayerischen Stunden verabschieden wir die multikurelle Bagasch mit der leisen Hoffnung, dass sich eine Nachfolgeveranstaltung abzeichnen wird: Schließlich hatten wir auch Türken, Schweizer und polnisch-stämmige Amis zu Gast deren Küche ebenfalls seehhhr vielversprechend klingt … 😉

Und wenn ihr die Burg in der Geschichte noch vermisst – müsst ihr euch die Bilder etwas genauer anschauen…

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