19.05.2013: Radausflug revisited

Was stört da eigentlich immer, wenn man aus unserem Auto in der Garage aussteigt. Da hängt doch so ein Ding an der Wand… ach ja, das ist ja unser Fahrraddachträger. Was macht der an der Wand und nicht auf unserem Auto, fragen wir uns. Er wartet auf besseres Wetter. Nachdem das jetzt da ist, gibt es keine Ausrede mehr. Die Räder aufs Dach und ab zu einem Radausflug. Nein, wir wollen nicht nur die Räder auf dem Auto spazieren fahren, sondern entscheiden uns den letztes Jahr schon gemachten Illinois Prarie Trail noch einmal zu fahren (letztes Jahr war es noch etwas früh im Jahr, deshalb war es noch nicht so grün, wie wir es uns gewünscht hätten).

Und das Gute daran: Nachdem wir die Strecke ja schon kennen, können wir uns voll aufs „Genießen“ konzentrieren und müssen nicht mehr Wege suchen. Wie ihr Euch sicherlich erinnert, hat dieser Trail drei „Speichen“, die sich alle in Wheton treffen. Wir fahren diesmal den kompletten Elgin Branch (nach dem wir letztes Jahr schon umgedreht sind), doch dieses Jahr fühlen wir uns so energetisiert, dass wir noch auf dem Aurora-Branch weiter brettern für einige Meilen. Wir nutzen einen State Park, als „Ziel“, an dem wir drehen und wieder zurückfahren.

Die Strecke führt durch Marschland, auf einen Deich durch die Mitte eines Sees (Gabi meint es sei ein breiter Fluss), entlang wunderbar grüner Alleen, weit weg von Straßen und Verkehrslärm. Vorbei an Feldern, durch State Parks und natürlich hat man auch die Chance in die Hintergärten der hier lebenden Anwohner zu blicken. Villen, wir fahren an monströsen Pools vorbei, an halben Basketball-Courts (incl. Linienbemalung auf dem Boden) bis wir dann letztlich im „das ist uns alles noch nicht dekadent genug“-Viertel landen. Hier hat einer einen ganzen Basketball-Court in den Garten gebaut, der Nachbar eine komplette Halfpipe. Entweder wohnt hier die Haute volaute, oder der Grund ist so billig, dass man hier mal locker eine 20 Zimmer-Villa mit eigenen Sportstätten bauen kann.

Alles in allem kann man den Schluss nur als anstrengend bezeichnen. Wir fahren an diesem Tag 66 km und die Strecke geht immer ganz leicht bergauf (egal in welcher Richtung :-)). das war das erste Mal, dass wir dieses Jahr auf dem Rad gesessen sind. Ihr könnt Euch vorstellen, was uns alles weh getan hat. Und trotzdem: Sche wars.

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