12.07.2013: Paddeln in der Lagune auf Madeleine Island

Heute geht es mit der Fähre nach Madeleine Island – eine dem Festland vorgelagerte Insel- die einzige der Apostel Islands, wo es Straßen, Siedlungen und eine größere Anzahl an menschlichen Bewohnern gibt. Die meisten anderen Inseln hier sind Teil des Nationalparks und bieten wenig oder keine Infrastruktur und beherbergen hauptsächlich Moskitos.

Anders Madeleine Island (leider nicht der Teil mit den Moskitos), die uns um die Anlegestelle herum mit einem netten Örtchen begrüßt. Wir checken erst einmal bei unserer Kajakvermietung für den Nachmittag ein. Petra kauft noch einige Sandwiches (die Uwe dank ihrer Größe und ihres Gehaltes auch geeignet für die Ernährung auf einer Raummission identifiziert) und Gabi und Tom jeweils ein Eis, dann sind wir gestärkt für den Tag.

Wir fahren in den Big Bay State Park, laufen auf eine Felsspitze hinauf und genießen die Aussicht – auf Klippen, Kajakfahrer und Leute, die von den Klippen (nur 3 Meter hoch) in das Wasser (eiskalt) springen.

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Dann ist es auch schon Zeit zu dem Treffpunkt zu fahren, wo wir die Kajaks übernehmen sollen – doch erst mal ist von dem Vermieter weit und breit nichts zu sehen. Dann taucht er auf – komplett planlos und weiss weder dass wir schon vor Monaten reserviert haben noch dass wir schon heute früh eingecheckt haben.

Nachdem wir endlich in den Kajaks sitzen entscheiden wir uns gegen die heute etwas kabbelige See und wählen die Lagune, die nur einen kleinen Durchlass zum Lake Superior hat. Das Wasser ist relativ ruhig hier – und pechschwarz. Die Ufer sind mit Bäumen, hohen Gräsern und Schilf bewachsen. Man sieht hier keine harten Kanten, alles ist üppig grün und überwuchert. Auf abgestorbenen Baumstämmen sonnen sich Schildkröten. Seerosen und Seegras treibt im Wasser. Kleine Inseln runden dieses Idyll ab. Wir umrunden einige dieser Eilande, lassen uns auch mal treiben und nachdem wir genug gesehen haben und gepaddelt sind, geht es zurück zur Landestelle. Kommentar von Marc am nächsten Morgen „Kajakfahren gefällt mir nicht, das ist zu anstrengend“ 🙂

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Marc schwimmt noch kurz in der Flussmündung, wo das Wasser etwas wärmer als im Lake Superior selbst ist und wir wollen die verbleibende Zeit noch mit einer Wanderung verbringen – also zurück zum State Park. Wir wählen eine kleine Schleife durch den Wald aus, doch der Boden ist schlammig und wir ein gefundenes Fressen für die Moskitos, die trotz Mückenschutzmittel in Scharen an uns saugen – so brechen wir diesen Versuch ab und flüchten aus dem Wald auf die Straße, zurück zum Parkplatz und gehen an den Strand des Lakes. Dort veranstalten Uwe und Tom erst einen Steinweitwurfwettbewerb (den Uwe gewinnt) und einen Steinpräzisionswurfwettbewerb (den Tom gewinnt).

Zurück im Ort schauen wir kurz einer Gruppe von Corquet-Spielern zu, während die Damen Kaffee und T-Shirts kaufen gehen. Die Regeln (des Spiels, nicht des Kaffeeholens) bleiben uns jedoch verborgen und erschließen sich nicht durch einfaches Zuschauen.

Danach geht es auf die Fähre und zurück nach Bayfield. Dort wählen wir Ethels Restaurant als unsere Abendessens-Location aus, wo wir etwas warten müssen, weshalb wir mit einem Buzzer bewaffnet noch einmal die Straße runter und rauf spazieren. Wieder gibt es für die meisten Fisch, nur Marc verschlingt gleich zwei Kinderportionen Spaghetti. Wer zu langsam mit den Augen zwinkert hätte gar nicht mitbekommen wie sein Teller sich geleert hat.

Nach dem Essen müssen wir endlich was gegen die heftigen Auswirkungen der Sucht tun – wir haben seit Tagen kein Internet oder Telefonempfang gehabt. Zuckende Augenwinkel und unkontrollierte Griffe zum Mobiltelefon sind die Folgen. „Schau mal schnell auf Leo nach“ erzeugt bereits etwas hysterisches Gelächter… gut, dass wir im Büro unserer Hausverwaltung Wi-Fi haben, so dass wir hier zumindest kurz die EMails abrufen können, einige Fristsachen bearbeiten und so etwas die Sucht zu stillen vermögen. Aussagen wie „Ich muss mich nur kurz bei dem Spiel… einloggen“ (Uwe und Tom) lassen wir hier einfach mal unkommentiert.

Den Abend lassen wir in unserer Unterkunft mit Unterhaltungen, Lesen und einer Runde Schiffeversenken zwischen Marc und Tom ausklingen. Die Rufe der Nacht schallen durch die offenen Türen zu uns herein…

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