13.07.2013: Die überraschend sensationellen Whitecap Mountains

Heute geht es Richtung Osten weiter. Wir kommen früh nur schwer in die Pötte. Irgendwie scheint es, als hätten wir einen kompletten Haushalt dabei, der in unsere beiden Autos verstaut werden will. Doch dann rollen wir los. Wir haben einen kurzen Zwischenstopp in Whitecap geplant, wo es auch einen Disc Golf Kurs geben soll. Nirgends ausgeschrieben rollen wir auf den Parkplatz einer Golfanlage (im Sommer) und einem Skiresort (im Winter). Hier ist es idyllisch und alles etwas heruntergekommen. So fragen wir uns durch zu dem 9-Loch Kurs, der hier an den Hängen der Hügel angelegt ist, ein schöneres Umfeld kann man sich nicht vorstellen. Um uns herum stehen Hütten im Alpenstil, die Löcher sind toll angelegt, die Sonne scheint, so spielen wir gemeinsam die Löcher die mal den Berg hoch oder von einer Hügelkuppe ins Tal hinunter führen. Uwe legt einige verirrte Würfe hin, die bei den ersten Würfen meist knapp Fensterscheiben vermeiden, bis er einen Wurf an der Glasscheibe einer Erste-Hilfe-Station enden lässt…. und die Scheibe hält… und die Disc liegt auf dem Balkon im ersten Stock. Zum Glück ist dort die Tür offen und er kann vom Balkon aus weiterspielen… ein echter Golfer eben…

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Er und Tom haben eine Wette laufen: Wenn Uwe die Runde gewinnt, dann spielt Tom mit ihm echtes Golf – doch letztlich fehlen Uwe 7 Würfe zum Sieg.

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Nach der Runde setzen sich Gabi und Petra an den wunderschönen See, Marc spielt und schwimmt, während Uwe und Tom noch zwei weitere Runden Disc Golf spielen. Wir hatten den Tag zwar etwas anders geplant, doch ist es hier so unglaublich friedlich und schön, dass wir auf jede mögliche Wanderung gerne verzichtet haben und so den Tag eher überraschend schon mit dem ersten geplanten Stopp gefüllt haben. Es geht stark auf 4 Uhr Nachmittags zu und unsere Unterkunft ist noch eine gute Autostrecke entfernt. So schwingen wir uns also wieder hinters Steuer und düsen los über die Grenze nach Michigan und in die Keweenaw Halbinsel hinein.

In beiden Autos chauffieren die weiblichen Reiseteilnehmer. Das führt zu einem beachtlichen Tempo – doch trotzdem sind es nochmal 3 Stunden, bis wir an unserem Tagesziel in Laurium, Michigan angekommen sind. Wir haben hier zwei Zimmer im Laurium Manor Inn gebucht. Dieses historische, 1907 erbaute Herrenhaus hat 45 Zimmer und war zur damaligen Zeit an Pracht nicht mehr zu überbieten. Auch heute noch staunen wir ob der exklusiven Einrichtung in den Gemeinschaftsräumen oder dem pompösen Treppenaufgang. In der für Petra, Uwe und Marc gebuchten Suite hat schon Theodore Roosevelt auf Präsidentenwahlkampf übernachtet! Blöd nur, dass wir gar keine Energie mehr haben, uns auf die Historie dieses Gebäudes einzulassen, wir haben Hunger!

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So fahren wir in den angrenzenden Ort Calumet, der eine weitere Überraschung für uns bereit hält. Dazu morgen mehr. Wir konzentrieren uns strikt auf unser Essen und leckeres starkes Bier, dass wir im Michigan House Cafe & Brewpub zu uns nehmen. Dieses urige Brauerei-Restaurant hat mehr lokale Biere im Angebot, als wir heute noch trinken können. Daher versucht Gabi der Kellnerin die Idee eines Radlers nahe zu bringen. Der Aufwand lohnt sich, denn das dunkle Radler ist köstlich! Da steht doch dem guten Schlaf nur noch das ohrenbetäubend lärmende Zimmerklimagerät im Wege – dann lieber schwitzen als blecherne Ohren kriegen…

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