11.06.2015 Nix wie weg von der Isle of Skye, Edinburgh wir kommen

Heute verschwinden wir lieber von der Insel. So was ist ja auch inakzeptabel. Das lassen wir mit uns nicht machen. Sonnenschein und blauer Himmel schon beim Aufstehen. Bah. Kein Wind! BahBah. So fahren wir die lange Strecke nach Edinburgh. Nachdem die Schotten es noch nicht begriffen haben, dass man zumindest Hauptverbindungsstraßen in die verschiedenen Ecken des Landes gut ausbauen sollte, bewegen wir uns dabei die ersten Stunden auf schmalen Straßen, sind schon froh, wenn wir eine ganze Spur unser eigen nennen dürfen (wo man dann hinter LKW´s fest hängt). Häufig sind es aber auch wieder nur „Single Track Roads“, wo man sich mit dem Gegenverkehr die Spur teilt, oder die Straßen sind so schmal, dass man auf eine Mittelmarkierung besser verzichtet hat. So kommen wir trotz unserer frühen Aufbruchzeit erst am frühen Nachmittag in unserem B&B in Edinburgh an. Dort schnell unser Zimmer bezogen und die „15 Minuten“ Laufstrecke in die Innenstadt angegangen. Diese stellen sich gleich mal als 25 heraus, entweder sind wir so langsam oder andere so viel schneller wie wir. Gabi verliebt sich fast augenblicklich in den Charme von Edinburgh und eigentlich kann die Stadt nur noch supergenial werden, finden wir doch in einem Starbucks an dem wir vorbei schlendern eine Tasse im alten Format. Gabi ist im Himmel. _DSC5577

In der Innenstadt angekommen thront schon die Burg über uns und wir folgen einer Besichtigungsstrecke, die Gabi aus dem Internet ausgedruckt hat. Zuerst gestaltet sich diese als ziemlich schwierig, sind dort leider weder der Startpunkt noch die Richtungen klar beschrieben. Doch letztlich finden wir uns zurecht und finden den dort beschriebenen alten Friedhof Greyfriar Kirk in der Mitte der Stadt. Dieser ist anders als jeder Friedhof, den wir je gesehen haben. Wird er doch von den Einheimischen als Naherholungsgebiet verwendet. Familien picknicken zwischen den Grabsteinen auf Decken, andere liegen nur in der Sonne, andere lesen ein Buch. Die Stimmung ist hier so unglaublich friedlich und entspannt, ganz unkapriziös. Die Szenerie toppt ein dichtes Meer an Blumen, das den Rasen in ein weißes Bett verwandelt. Auch viele verwitterte Grabsteine und Grufte, Grüfte, Grüfteriche haben ihren Charme für Toms Kamera ausgepackt. Zu diesem Zeitpunkt fällt auch von Tom der Stress der langen Fahrstecke und der Ärger über die schlechte Beschreibung der Spaziergangsroute ab. So verbringen wir hier viel Zeit und können uns nur schwer loseisen. Über das Wetter haben wir noch gar nichts gesagt: Wie unser Hausbesitzer erläutert ist es heute so schön, wie es hier nur geht. Kein Wind, sonnig, 25 Grad. Alle Leute sind entspannt, fast beschwingt und suchen nur ein Plätzchen zum Geniesen. _DSC5600

_DSC5627 Weiter geht es auf unserer Route an modernen und alten Gebäuden und Sehenswürdigkeiten vorbei. Vor allem gehen wir durch eine Gegend, wo ein Ethnofood Laden an den nächsten grenzt und wir vor Hunger fast sterben. Doch wir haben heute einen Platz bei einem Inder reserviert, so dass wir tapfer (Tom: Dumm) an den Läden vorbei gehen und damit etwas für den nächsten Besuch in Edinburgh übrig lassen: Sich durch jeden einzelnen dieser Streetfoods zu fressen 🙂 Ein Stadtviertel wirkt symphatischer als das nächste und ganz Edinburgh ist heute so quirlig und lebendig. _DSC5634

_DSC5670Irgendwann ist es 4 und wir werden von sonnenhungrigen Menschenmassen fast weggeschwemmt. Scheinbar macht heute jeder etwas früher Feierabend. Wir jedenfalls ziehen weiter und gehen die vielen Treppen zur Burg hoch und landen auf der High Street, die auch Royal Mile heißt. Hier weicht die Stimmung fast schlagartig einem regen Ansturm von Touristen. Von Ethno ist hier wenig zu spüren, versucht doch jeder Laden an der Straße so schottisch wie nur möglich zu wirken um seinen Kitch an den Mann oder die Frau zu bringen. Wir gehen trotzdem mal die Royal Mile entlang, um den dudelsackspielenden Engel in der St. Giles Kathedrale zu besichtigen. Die Kathedrale ist ein Ort des Konsums mit Giftshop direkt in der Kathedrale. Hier finden wir auch auf vielen Postkarten das gesuchte Motiv, nur in echt könne man es sich nicht anschauen, dieser Raum ist zugesperrt. Häh? Nördlich von der Royal Mile geht es steil den Hügel in einer Vielzahl enger Gassen (sogenannten Closes) wieder hinab. Wir finden so auch unseren Inder bei dem wir zu Abend essen.

_DSC5685 Danach machen wir uns langsam auf den Rückweg in unsere Unterkunft. Der Rückweg zieht sich ganz schön, oder liegt es nur daran, dass Gabi jetzt für 2 laufen muss? 🙂 Jedenfalls sind wir wie am Nachmittag froh, als wir uns endlich mal auf unserem Bett ausstrecken können.

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