29.06.2015: Nachtrag zum Schottland-Urlaub

Die Nachgeschichte beginnt am 14.06., wo wir beim Packen für meine Fahrt nach Zug verzweifelt mein Geschäftshandy suchen. Ergebnislos. In keiner Tasche, Jacke, Koffer … ist es auffindbar. Letztlich stellen wir uns der Realität, ich habe es wohl verloren. Im vorletzten B&B auf der Isle of Skye hatte ich es noch, da hatte ich kurz EMails bearbeitet. Danach wird auch mir langsam klar, hatten wir es nicht wieder gesehen. Erstaunlicherweise klingelt es sogar noch, wenn man die Nummer anruft. Damit können wir versuchen es zu lokalisieren. Der Anruf in den letzten beiden B&Bs fördert es jedoch nicht zu Tage. Uns kommt nur noch die Idee, dass es mir im Mietwagen aus der Tasche gerutscht sein könnte. Doch da kommen wir telefonisch nicht durch. Erst kurz vor 22 Uhr am 14.06. erreicht dort Gabi jemanden, dieser geht zum Mietwagen (der glücklicherweise noch nicht weiter vermietet wurde) und sie können das Mobiltelefon ausfindig machen. Puhh. Das scheint ja noch glimpflich abgelaufen zu sein. Denkste. Hier gehen die Probleme erst richtig los. Wie kriegt man das jetzt wieder in die Schweiz? Wir sollen es von einem Kurierdienst wie UPS abholen lassen. Sie würden es aber nur unter Vorlage der Vertragsnummer und einem „Kennwort“ freigeben. Also erster Anruf bei UPS. Mein Auftrag interessiere sie nicht, sie transportieren nur Neuware. Also gut, rufe ich bei Fedex an. Ja, sowas würden sie häufiger machen, man würde mir Dokumente schicken. Die fülle ich aus, bis ich auf Felder stoße, mit denen ich nichts anfangen kann. Der nächste Anruf bei der Fedex Hotline: Nein, wenn ich das im Ausland abholen lassen will, müsse ich das über die Schweizer Homepage von Fedex machen. Diese angekuckt. Ein dritter Anruf verbindet mich „zum Experten“. Der führt mich Schritt für Schritt durch die Online-Masken. Ein richtiges Feld wo ich sowas wie die Vertragsnummer und das Passwort hinterlegen kann finden wir nicht. Am Ende soll ich noch den Label und die Vesandtpapiere per EMail zu Budget Edinburgh Airport mailen. Super. Also wieder bei Budget Edinburgh Airport angerufen. Ein Fehler in der Telefonanlage würde leider verhindern, dass ich durchgestellt werde. Mist. Also mache ich mit 2 weiteren Anrufen den Vorgesetzten von den Mitarbeitern dort ausfindig, der in Edinburgh Zentrum arbeitet. Mit denen kann ich auch telefonieren. Ich bekomme die EMail-Adresse vom Flughafen und schicke gleich die Unterlagen hin. Man wolle mich zurückrufen, wenn diese dort die Mitarbeiter erreicht hätten. Der Rückruf kommt aber leider nie. Ich zweifle gewaltig, dass das gut geht. Ich vermute, der Fedex-Mitarbeiter geht dort wieder unverrichteter Dinge weg. 3 Tage später sagt die Online-Abfrage immer noch, dass es noch nicht abgeholt worden sei. Super. Ich rufe wieder bei FedEx an. Dort erklärt mir eine Frau, dass es gar keinen Auftrag von mir gäbe. Meine Nummer, die ich ihr nenne, wischt sie einfach weg. So könne das nicht gehen. Ich müsse das über die schottische Webseite von Fedex machen, sonst ginge das nicht. Die Adresse, die sie mir gibt probiere ich gleich aus – mit dem Ergebnis, dass es diese Seite nicht mal gibt. Sie ändert ihre Taktik: Nein, online ginge das eh gar nicht. Ich müsse dafür Papierunterlagen ausfüllen. Ich werde ärgerlich und erkläre, dass jeder von Fedex wohl glaubt mir sagen zu können, was immer er will. Ich will meinen Auftrag stornieren. Sie beharrt weiterhin darauf, dass es gar keinen Auftrag gäbe, den es zu stornieren gelte. Nachdem die erste Woche fast ins Land gezogen ist, schalte ich meine Sekretärin Manuela mit der Aufgabe ein, herauszufinden, ob unsere Firma vielleicht eine Niederlassung in Edinburgh hat, und wenn ja, dort mal anzurufen, ob die uns helfen können. Linda, die Auszubildende findet schließlich sogar einen deutschsprachigen Kontakt, der verspricht das Handy auszulösen und uns zuzusenden. Am nächsten Montag bekomme ich schon die TNT Trackingnummer, hat also super funktioniert. 2 Stunden später kommt eine Mail von Budget Edinburgh herein – als Reaktion auf meine Mail mit den Unterlagen von der Woche davor. Ja, man hätte mein Handy gefunden und es sicher verwahrt. Es sei noch bei Budget. Wow. Was für eine Reaktionszeit. Und hoffentlich doch welche Lüge! Wenige Tage später kriege ich dann wirklich einen kleinen Umschlag und kann endlich wieder mein Geschäftshandy in Besitz nehmen.

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